Bewusster leben

Situationen voll ausleben

Statt Dinge automatisch abzuspulen, wie das Essen während der Arbeit  oder vor dem Fernseher, trainieren wir uns, das, was wir gerade machen bewusster zu spüren.

  1. Wir nehmen uns die Zeit, intensiver zu riechen.
  2. Wir hören anderen geduldiger und interessierter zu. Wir denken über das nach, was wir gehört haben.
  3. Wir hören Musik intensiver und achten auf die Feinheiten. Wie klingt der Bass? Wie deutlich sind die höheren Oktaven wahrzunehmen? Was können wir im Hintergrund noch hören?
  4. Wir schmecken konzentrierter. Wir versuchen die volle Aromavielfalt zu entdecken.

Damit bekommen Sie automatisch mehr von dem mit, was Sie selbst zun, konsumieren und was herum um Sie herum passiert. Sie entdecken mit der Zeit, dass viel mehr passiert, „in der Luft liegt“, als Sie üblicherweise wahrnehmen.

Sie erweitern Ihren Horizont und verbessert die Qualität Ihrer Entscheidungen. Damit stärken Sie Ihr Selbstvertrauen.

Vorsicht: Scheuklappen bei der Wahrnehmung

Nehmen wir die Welt so wahr, wie sie ist?

Nein! Das ist auch nicht möglich, denn jeder von uns hat seine subjektive Wahrnehmung von dem, was um ihn herum passiert.

Es gibt 3 dominante Faktoren bei der Wahrnehmung:

Verzerrung

Manche Ereignisse nehmen wir verzerrt wahr. Wir messen ihnen entweder eine übertriebene Bedeutung bei, oder eine zu

Hans Fischer Seminare, Positives Denken
Hans Fischer Seminare, Positives Denken

geringe. Einige Verkäufer sind sehr erfolgreich bei der Neuakquise. sie haben entsprechende Erfolgserlebnisse und nehmen Neuakquise als etwas an, das viel Spass macht. Andere (die meisten) empfinden die Neuakquise als stressig und unbefriedigend. Geprägt durch viele Misserfolgserlebnisse. Sie kommen zu der Meinung: „Neuakquise lohnt sich nicht,“ oder: „Neuakquise ist nicht mehr zeitgemäß.“

Tilgung

Von den vielen Eindrücken und Informationen die auf uns einprasseln filtern wir die heraus, die mit unseren Glaubenssätzen harmonieren. Wir registrieren also nicht was ist, sondern was uns passt. Positiv betrachtet schützen wir uns so vor einer Reizüberflutung. Negativ ist, dass wir bestimmte Dinge nicht wahrnehmen (den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen).

Generalisierung

Jeder Mensch verfügt über eine ordentliche Anzahl an Vorurteilen. Das ist nicht schlimm, sondern natürlich. Wir müssen uns nur dessen bewusst sein, dass Vorurteile unsere Objektivität beeinträchtigen. Beispielsweise generalisieren wir gerne bei der Beurteilung verschiedener Berufsgruppen: „Orthopäden wollen nur operieren.“ „Finanzberater sind alle Schlitzohren.““Verkäufer wollen uns nur was aufschwätzen.“ „Was die Zeitung schreibt, ist immer richtig.“

Tücken der Kommunikation

Ist doch logisch – oder doch nicht?

  • Der Kunde und der Verkäufer leben immer in unterschiedlichen Wahrnehmungswelten.business man signing a contract
  • Was für den Verkäufer selbstverständliche, logische Fakten sind, sind für den Kunden zunächst nur lose Behauptungen.
  • Manchmal ist die Wortwahl des Verkäufers, ohne dass er es wahrnimmt, missverständlich oder sogar irreführend (IT-Deutsch, zu viele Konjunktive, Weichmacher).
  • „Eigentlich ist unser Service sehr schnell …“ wird gerne als Gegenteil verstanden („Aha, die haben Probleme mit ih-rem Service“).
  • Der Verkäufer sieht eine Produkteigenschaft manchmal so klar, das er sie nur nachlässig beschreibt. Er denkt nicht daran, dass seine Worte auch anders interpretiert werden können.
  • Der Kunde legt jedes Adjektiv auf verschiedene Weise aus. Gut, haltbar, zuverlässig – wie gut, wie haltbar, wie zuverlässig? Versuchen Sie, präzise zu beschreiben.
  • Wenn Sie quantifizieren, werden Ihre Argumente glaubwürdiger: „20 – 25% höherer Output..“.