Managementtugend Sachlichkeit

Es gelingt nicht immer, sachlich zu bleiben

Auch wenn es schwer fällt, dürfen Sie mit unbedachten, spontanen Äußerungen nie verletzend wirken. Vor allem in konfliktträchtigen Situationen, die im vertrieblichen Arbeitstag immer wieder vorkommen werden, halten Sie sich bewusst mit zu schnellen Werturteilen und Angriffen konsequent zurück. Zählen Sie lieber innerlich immer bis 10, bevor Sie Ihre Antwort oder Ihr Statement formulieren. Das genügt meist, um die spontan nach vorne drängende emotionale Reaktion nicht dominieren zu lassen.

Bereits Sokrates forderte die Menschen auf: „erkenne dich selbst!“ Damit ist gemeint, dass wir uns der eigenen Gefühle bewusst werden, und zwar genau in dem Augenblick, in dem sie auftreten. Wenn Sie in einer Konfliktsituation wütend werden, dann sagen Sie sich, dass Wut ein bewusstseinverengender Zustand ist. Er reduziert Ihr Wahrnehmungsvermögen und damit Ihre Urteilskraft. Das macht Sie schwächer! Wollen Sie das?

Sie machen eine Rüge nicht zu einer persönlichen Angelegenheit. Sie rügen ein Fehlverhalten – nicht die Person. Beschreiben Sie das Fehlverhalten klar und unmissverständlich, aber greifen Sie die Person nicht an. Wer einen Fehler gemacht hat ist deshalb nicht fehlerhaft. Sprechen Sie über Kritikpunkte immer unter 4 Augen. Beschreiben Sie präzise das Problem, sagen Sie pragmatisch was Sie stört und schlagen Sie einige Lösungsmöglichkeiten vor.

Die Art und Weise, wie Sie als Verkaufsleiter Kritik artikulieren, bestimmt sehr nachhaltig, wie zufrieden Ihre Mitarbeiter mit Ihrem Job und mit Ihnen als Vorgesetzte sind.

Literaturtipps