Präsentation: So trainieren Sie Ihre Gestik

Gestik trainieren

  1. Stellen Sie sich vor den Spiegel.
  2. Stehen Sie fest auf dem Boden. Beide Füße sind eine Schulterbreite auseinander.
  3. Ziehen Sie die Po-Backen fest zusammen und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden. Brust raus und Kinn leicht erheben. Lassen Sie dabei Ihre Schultern ganz locker hängen. Auf keinen Fall nach oben ziehen, denn das wirkt angespannt.
  4. Versuchen Sie bestimmte Stimmungen nur mit Ihrer Mimik und Gestik auszudrücken. Dabei können Sie ruhig übertreiben.
  5. Um Ihre Sensibilität bei der Wahrnehmung der Körpersprache noch weiter auszubilden, machen Sie diese Übung. Setzen Sie sich in ein Cafe und beobachten Sie die Körpersprache der Menschen um Sie herum. Versuchen Sie zu deuten, was deren Gestik und Mimik über ihr Wesen verraten könnte.

Sprechen Sie diese Texte und machen die dafür passenden Gesten:

  1. „Ich halte einen großen Luftballon mit beiden Händen. Ich zeige ihn den Leuten auf der linken Seite, ich zeige ihn den Leuten auf der rechten Seite. Ich hebe den Luftballon in die Höhe und lasse ihn los. Er fliegt weit nach oben. Ich beobachte, wie er sich langsam am Horizont entfernt.“
  1. „Das erhöht die Geschwindigkeit Ihrer Anlage.“
  2. “ Damit reduzieren Sie die Folgekosten.“
  3. „Damit sparen Sie Geld.“
  4. „Dadurch erreichen Sie viel schneller Ihre Ziele.“
  5. „Damit erweitern Sie Ihr Einsatzspektrum.“
  6. „Das dürfen Sie auf keinen Fall dulden.“
  7. „Beenden Sie diese Diskussion.“

Da das Übungen sind, dürfen Sie es mit der Gestik ruhig etwas übertreiben.

Literatur:

Hans FischerHans Fischer Seminare, Präsentation

Mitreißend und überzeugend präsentieren

VDMA-Verlag

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Präsentieren: Schlagfertig mit Zitaten

Die wirksamsten Tipps: Zitatensammlung

Ein passendes Zitat als Antwort auf eine Provokation wirkt auf jeden Fall professionell und humorvoll. Deswegen empfehle ich Ihnen, sich einen Vorrat an Zitaten zusammenzustellen und sich soweit möglich, einzuprägen.

Einwurf: Das ist aber eine sehr einseitige Darstellung.

Antwort: „Was eigentümlich und schön und groß sein soll, das muß einseitig sein.“ Felix Mendelssohn

Einwurf: Ist Ihnen da nicht ein Fehler passiert?

Antwort: „Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch.“ Alfred Polgar

Situation: Ihr Vortrag wird immer wieder von einer vorlauten Person unterbrochen.

Antwort: „In der Kirche singen immer die am lautesten, die falsch singen.“ Grillparzer

Einwurf: Was Sie da behaupten, kann ich aber nicht nachvollziehen.

Antwort: „Widersprich nicht, bevor du nicht widerdacht hast.“ Martin Andersen

Situation: Ein Schwätzer unterbricht Sie ständig und wortreich.

Antwort: „Man liebt zu bemänteln allerorten schwache Gedanken mit starken Worten.“ Paul Heyse

Situation: Ihre Argumente werden mit polemische,

unsachlichen Einwänden angegriffen.

Artwort: „Schlechte Argumente bekämpft man am besten dadurch, dass man ihre Darstellung nicht stört.“ Sidney Smith

Einwurf: Jetzt kommen Sie doch mal endlich zur Sache.

Antwort: „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Situation: Unsachlicher Einwand.

Antwort: „Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.“ Ebner-Eschenbach

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Unsachliche Angriffe während der Präsentation

Lust an der Provokation

Ein geringer Prozentsatz der Zuhörer hat die infantile Neigung, den Referenten mit unsachlichen Attacken zu provozieren. Die Art der Provokation ist meist von der Sache her nicht wert, darauf einzugehen. Allerdings wird das Geplänkel zwischen Redner und Provokateur von der passiven Mehrheit sehr genau beobachtet. Man ist interessiert, wie der Referent damit umgeht. Lässt er sich verunsichern, wird er selbst unsachlich, oder bleibt er gelassen.

Wenn Sie sich als Redner verunsichern lassen und kontern emotional, dann hat der Provokateur die Macht über Sie übernommen.

Sie gehen ihm auf den Leim. Die oberste Regel heißt deshalb: locker bleiben. Das ist gleichzeitig die größte Schwierigkeit, denn man will ja den Störenfried vor Publikum eine überbraten. Diesen verständlichen Impuls unterdrücken Sie besser. Sie wollen ja nicht den Ehrgeiz des Provokateur unnötig anheizen, damit er sich bei seinen Spitzen noch mehr steigert.

Am wirksamsten wehren Sie sich mit einer schlagfertigen Antwort. Das lesen Sie in dem nächsten Kapitel.

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Präsentieren: Mutige Charts

Kreieren Sie Ihre Charts emotional und mutig

Hans Fischer Seminare
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Die Zuhörer sollen die Botschaft eindeutig und klar erkennen. Sie wollen Ihre Zuhörer mit dem Thema Umweltverschmutzung in der Landwirtschaft aufrütteln? Anstatt Messwerte und Statistiken zu präsentieren, nehmen Sie doch mal ein Foto von ein paar elend verendeten Bienen, Rehkitzen (nach dem Mähen), Vögeln oder einer Smogwolke!

Diese Darstellung ist heftig, aber die Botschaft kommt an.

Volle Aufmerksamkeit sichern

Sagen Sie Ihren Teilnehmern, dass jeder nach Ihrer Präsentation ein Handout erhält.

Geben Sie keine schriftlichen Unterlagen während der Präsentation heraus.

Wenn Sie das tun, werden die Leute einfach nur Ihr Memo lesen, während Sie quasi unbeachtet einen Monolog halten. Ihr Ziel ist jedoch, dass Ihr Publikum Ihnen zuhört, vertraut und den emotionalen und intellektuellen Punkten Ihrer Präsentation folgt.

Aus dem Militärmuseum

Die bei vielen Rednern recht beliebten Listenpunkte in einer Powerpointpräsentation heißen auf Englisch übrigens „Bullets“. Das sind Patronen, Munition. Diese Bullets sind allenfalls etwas für das Militärmuseum. Generell sind Bullets nichts Schlechtes bei Aufzählungen.

Aber leider werden Sie zu häufig als gestalterisches Element verwendet. Gehen Sie sehr sparsam damit um, damit Sie Ihre Zuhörer mit einer eintönigen Gestaltung nicht langweilen.

Hans Fischer

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Präsentieren: Sinnvoller Einsatz von Powerpoint

Dafür ist Powerpoint nicht gedacht

Abschreckende Beispiele über die falsche Anwendung von Powerpoint begegnen uns täglich im Berufsleben. Da präsentiert der Vorstand eines Unternehmens über das letzte Halbjahr. Er steht vor der Leinwand und nutzt kein Rednerpodest. Das ist schon mal gut. Aber dann, er wiederholt wortwörtlich den Text, das auf den projizierten Charts zu sehen ist. Die Zuhörer denken: „Also, lesen können wir selber.“ So geht es eine halbe Stunde und die Aufmerksamkeit der Zuhörer bewegt sich kontinuierlich in den Keller. Nachdem er geendet hat, murmeln einige Mitarbeiter sich zu: „Na das ist nicht unbedingt seine Stärke.“

Das Unternehmen schickt seine Mitarbeiter zu Rhethorikseminaren und präsentiert mit seinen obersten Repräsentanten das Gegenteil. Wenn Sie jetzt denken, das ist eine Ausnahme: es ist keine! Powerpoint bietet dem Präsentierenden kreative Möglichkeit der bildhaften Darstellung.

Etwas öderes, als Textzeilen abzubilden und diese dann nahezu eins zu eins wiederzugeben, ist kaum vorstellbar.

Die projizierten Charts haben nur die Aufgabe, Ihre Worte zu verstärken, nicht zu wiederholen.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Präsentation und Rhetorik: Positive Einstimmung

Positive Selbstgespräche

Vor der Präsentation können Sie sich selbst positiv programmieren. Verzichten Sie nicht darauf, es wird ohnehin niemand anders tun.

Die Methode der positiven Selbstgespräche ist wirksamer, als die meisten Leute denken.

Sie ist eine seit Jahren bewährte Methode, mit der Spitzensportler vor einem Wettkampf sich stark machen.

Der ehemalige Weltklassentorhüter Oliver Kahn führt seine starken Leistungen hauptsächlich auf seine Fähigkeiten zurück, regelmäßig positive Selbstgespräche zu praktizieren.

Unser Gehirn registriert ganz genau, wie wir mit uns sprechen und führt unsere Befehle aus.

Seien Sie darum sehr vorsichtig mit Äußerungen, wie:“Das ist ja kaum zu schaffen.“ oder „Was bin ich heute wieder ungeschickt!“ „Ich fühle mich nicht ganz wohl.“ „Also heute will aber gar nichts klappen.“

Nur Sie haben die Verantwortung

Was in der Realität mit uns geschieht, hängt überwiegend davon ab, welchen Input wir uns geben. Ob wir uns negative oder positive Botschaften eingeben. „Das schaffe ich nicht!“ ist eine konkrete Aufforderung an unseren Verstand, alles in die Wege zu leiten, damit wir es es nicht schaffen. Also machen Sie es umgekehrt. Sie haben die Wahl. Es ist alleine Ihre Verantwortung.

Denken Sie an die positiven Aspekte der Präsentation:

  • „Ich habe mich optimal auf die Präsentation vorbereitet.“
  • „Die Präsentationstechnik habe ich ausgiebig getestet. Alles funktioniert einwandfrei.“
  • „ Die Zielgruppe ist mir bekannt. Fachlich kann mich niemand in Bedrängnis bringen.“
  • „Ich habe mich auch auf mögliche Störungen und Provokationen vorbereitet.“
  • „Ähnliche Präsentationen habe ich schon gehalten. Das Feedback war überwiegend positiv.“
  • „Ich habe meinen Start genau geplant und geübt.“
  • „Ich habe etwas zu sagen und bin voll davon überzeugt.“
  • „Ich bleibe gelassen und gebe mein Bestes, zu dem ich fähig bin.“
  • „Und wenn nicht alle zufrieden sind, kann ich damit leben. Denn ich kann es nicht allen recht machen.“

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Der richtige Umgang mit Beamer und Powerpoint.

Einsatzmöglichkeiten

Eine Präsentation mit Laptop und Beamer ist dann sinnvoll, wenn Sie sehr viel mit Tabellen, Computerdiagrammen, Fotos und Grafiken arbeiten wollen. Sie haben die Möglichkeit, mit einer Vielfalt an Effekten und bewegten Bildern zu arbeiten.

Darum ist es für die Qualität Ihrer Präsentation wichtig, auf folgende Punkte zu achten:

  • Bitte stellen Sie zur optimalen Wiedergabe sicher, dass der Projektor genügend Lichtstärke besitzt (min. 1.500 ANSI-Lumen) und eine ausreichende Grafikauflösung (XGA, das sind 1024×768 Bildpunkte).
  • Erstellen Sie Ihre Charts im Querformat.
  • Verwenden Sie Schriften ohne Serifen.
  • Verwenden Sie nie mehr als 3 Farben.
  • Der ausgewählte Schriftgrad hängt von der Projektionsfläche ab. Im Text 18 Punkt, Überschrift 24 Punkt. Nie mehr als 4 Headlines.
  • Verwenden Sie viel Grafiken, Bilder und wenig Text.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass audiovisuelle Hilfsmittel Ihnen die Arbeit abnehmen. Sie selbst stehen im Mittelpunkt.“ Michael J. Gelb

Da heute fast jeder Marketingassistent mit Powerpoint und Beamer präsentiert, wirkt dieses Medium etwas inflationär. Viele Präsentationen mit Beamer sind zu bunt, zu textlastig und überladen mit beweglichen Elementen. Dadurch wirken sie zu dominant. Die Kernaussagen der Präsentation gehen unter, weil der Zuhörer von der Fülle der vielen Eindrücke erschlagen wird

Einschränkung

Sie brauchen sich nicht einzubilden, dass Ihre Präsentation nur dann gut ist, wenn Sie mit den modernsten Medien arbeiten. Die Präsentationsmedien flankieren lediglich die Präsentation und stehen auf keinen Fall im Mittelpunkt. Denn auch mittelmäßige Präsentatoren können die innovativsten technischen Hilfsmittel einsetzen. Was sie oft auch tun.

Trainieren Sie Ihre Präsentationskompetenz so, dass Sie jederzeit, ohne ein zusätzlich Hilfsmittel zur Verfügung zu haben, eine starke Präsentation hinlegen können. Nur mit Ihrer persönlichen Ausstrahlung, der richtigen Sprache und überzeugender Gestik.

Im Mittelpunkt steht der Mensch.

Eine Präsentation mit dem Beamer kann vom Präsentator ablenken und dessen Wirkung minimieren. Vor allem, wenn er all die schönen Visualisierungsmöglichkeiten einsetzt, die die Programme ihm bieten.

Sind Sie in Ihrer Darstellung, vor allem mit Ihrer Körpersprache, zu schwach, dann nutzt Ihnen auch die beste Technik nichts. Die wuchtigen Möglichkeiten einer Beamerpräsentation führen heute oft zu unerwünschten Nebenwirkungen. Der Zuhörer schaltet auf „Kino gucken“ und wird gedanklich passiver. Er konsumiert, statt wach und aktiv dabei zu sein.

Pro und Kontra

Das spricht für die Präsentation mit Beamer:

  • Charts können schnell aktualisiert werden.
  • Ein einheitliches und ansprechendes Design ist gegeben.
  • Präsentatoren mit schlechter Handschrift können anschaulicher darstellen.
  • Bewegte Bilder und Fotos werden in guter Qualität wiedergegeben.
  • Tabellen und Statistiken werden anschaulich präsentiert.
  • Gut geeignet für große Gruppen.

Das spricht gegen die Beamerpräsentation:

  • Die Leute sind von diesem Medium übersättigt. In den Betrieben wird die Präsentation mit Beamer zu oft eingesetzt.
  • Viele Präsentatoren geben sich keine Mühe bezüglich Sprache, Körpersprache und Verständlichkeit. Sie vertrauen zu sehr auf das Präsentationsmedium.
  • Es werden zu viele Charts produziert.
  • Die Gefahr für technische Pannen lauert immer.
  • Technik muss vor der Präsentation immer ausgiebig getestet werden.
  • Überfrachtung der Präsentation mit zu vielen Effekten. Das erzeugt Unruhe und lenkt vom Wesentlichen ab.
  • Zuhörer nehmen eine Konsumhaltung ein.

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Präsentationstechnik und Rhetorik: Schultern und Hände

Schulterpartie entspannen

Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung

Spannen Sie Ihre Schultern an und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden lang. Dann entspannen Sie wieder und erleben das wohlige Gefühl der entspannten Schulterpartie. Wiederholen Sie diese Übung drei mal. Einige Muskelpartien verspannen sich gerne etwas mehr, wenn wir Stress haben. Das sind die Gesichtsmuskeln, der Nacken und die Arme.

Prüfen Sie in Stresssituationen, welche Muskelpartien bei Ihnen stärker betroffen sind. Entspannen Sie diese Muskeln, wie oben beschrieben, durch Spannung und Entspannung.

Hände nicht verstecken

Wenn wir unsere Hände verstecken, wird das von den Zuhörern als Angst und Fluchtreaktion interpretiert. Sie werden misstrauisch.

Sie denken: der Referent ist sich seiner Sache nicht sicher und möchte sich aus dieser unangenehmen Situation befreien. Oder er ist nicht offen, sagt die Unwahrheit

Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.

Tabu ist:

  • Hände in die Hosentasche vergraben,
  • Hände hinter dem Rücken halten,
  • Hände ineinander verschlingen, verknoten,
  • Arme verschränken,
  • Hände zur Raute formen.

Offene Gesten

Offene Gesten suggerieren Offenheit und Ehrlichkeit. Halten Sie dabei Ihre Ellenbogen auf Abstand zu Ihrem Körper, sonst wirkt die Gestik nicht offen, sonder gestellt.

Das hilft Ihnen dabei: stellen Sie sich vor, Sie halten einen großen Ball in beiden Händen, den Sie zusammendrücken und wieder loslassen. Beide Hände sollen sich dabei nicht berühren.

Blickkontakt

Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum. Das darf ruhig 3 Sekunden dauern, obwohl Ihnen das im Anfangsstress endlos vorkommen wird. Dann erst beginnen Sie mit Ihrer Eröffnung.

Halten Sie während der gesamten Präsentation den Blickkontakt aufrecht, das zeigt Selbstvertrauen, auch wenn Ihnen im Augenblick nicht danach ist. Schauen Sie zu Beginn, die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit. Danach sind Sie sattelfest genug, um auch die „Stinkstiefel“ anschauen.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Präsentationstechnik: Die Stegreifrede

Die Überraschung

Als eher passiver Teilnehmer eines Meetings denken Sie an nichts Schlimmes. Da überrascht ein Kollege Sie und die anderen Teilnehmer: „Herr Schneider kann dazu noch einige interessante Ergänzungen geben. Herr Schneider, bitte.“ Herr Schneider sind Sie, das ist das Unangenehme an der Situation. Sie haben nichts dabei, sind auf eine Präsentation nicht vorbereitet. Zukünftig brauchen Sie vor solchen Überraschungen nicht mehr bange sein.

So packen Sie das

Mit diesen 5 Tipps werden Sie jederzeit eine spontane, unvorbereitete Präsentation machen können.

1. Kurze Überlegung

Haben Sie den Mut, einige Sekunden zu schweigen und nachzudenken. Diese Zeit wird Ihnen jeder gönnen. Es zeigt auch, dass Sie sich voll auf das Thema konzentrieren.

2. Selbstvorstellung

Sagen Sie, wer Sie sind und warum gerade dieses Thema zu Ihrem Kompetenzbereich gehört. Sie brauchen nicht zu erwähnen, dass Sie überrascht sind und darauf nicht vorbereitet sind. „Hätte ich gewusst, dass …., hätte ich …“ Das zeigt nur Schwäche. Bedanken Sie sich dafür, dass Sie die Chance bekommen, zu diesem wichtigen Thema etwas zu sagen.

4.Gliederung

Wählen Sie eine passende Gliederung. Dafür gibt es einige Alternativen:

  • Problem – Auswirkung des Problems – Lösung – Nutzen der Lösung.
  • Ist-Situation – Vorteile und Nachteile der Ist-Situation – Ziel – Weg zum Ziel.
  • Anforderung – aktuelle Lösung – Vorteile und Nachteile der aktuellen Lösung – zukünftige Lösung – Nutzen der zukünftigen Lösung.

5. Abschluss

Fassen Sie die wesentlichen Punkte kurz zusammen. Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Präsentationstechnik: Wirkung der Sprachbilder

Das Salz in der Suppe

Der Einsatz von Sprachbildern und Metaphern gehört zu den wirkungsvollsten Stilmitteln herausragender Rhetoriker. Mit Sprachbildern ist es Ihnen optimal möglich, Verständnisbrücken zwischen Ihnen und Ihren Zuhörern aufzubauen. Wie gut lässt sich zum Beispiel ein Stück Land beschreiben, dass in den See hineinragt, als „Landzunge“? Das Bild spricht für sich. „Äpfel mit Birnen vergleichen“ ist eine kurze, einleuchtende Formulierung für falsche Vergleiche. Jeder versteht, was gemeint ist.

Sprachbilder helfen Ihnen bei Ihrer Präsentation, komplexe, abstrakte Zusammenhänge gehirngerecht zu kommunizieren. Sie sorgen dafür, dass wir uns schnell etwas vorstellen können. Der Sachverhalt wird den Zuhörern dann „klar, wie Kloßbrühe.“

  • Wenn Sie in Ihrer Präsentation unbequeme Fakten ansprechen wollen: “Ich werde hier nicht um den heißen Brei herumreden.“
  • Wenn Sie auf die Wichtigkeit hinweisen wollen, einen Konflikt gelassener anzugehen: „Hier sollten wir den Ball flach halten.“
  • Wenn Sie davor warnen wollen, vorzeitig negative Aspekte anzusprechen: „Wir sollten aufpassen, keine schlafenden Hunde zu wecken.“
  • Wenn Sie auf hohe Folgekosten hinweisen: „Damit schmeissen Sie Geld zum Fenster raus.“
  • Wenn Sie eine Eskalationsstufe deutlich machen wollen: „Das bringt das Fass zum Überlaufen.“

Große Denker machen es vor

Der Einsatz von Sprachbildern hat einen großen Nutzen: er spricht unser Gefühl an.

Der gezielte Einsatz von Metaphern und Sprachbilder erleichtert den Zuhörern die Informationsaufnahme.

Sprachbilder sprechen direkt unsere Sinne an. So ist auch die Struktur der Wahrnehmungsfähigkeit eines Menschen ausgelegt. Durch die sinnliche Wahrnehmung der Sprachbilder wird die Sachaussage nachhaltiger im Gedächtnis des Zuhörers verankert. Genau das bezwecken wir in unserer Präsentation.

Diese Wirkung ist gesichert. Schon seit Jahrhunderten benutzten Philosophen und große Denker wie Platon Sprachbilder, um komplexe Gedanken verständlich zu übermitteln.

Das Buch zum ThemaHans Fischer Seminare, Präsentation

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