Wenn Sie einem Pferd mit Ihrer Körpersprache nicht vermitteln können, wer hier den Ton angibt, wird es Sie abwerfen

Was kommt bei dem Zuhörer wirklich an?

Weniger, als uns recht ist! Das ist aber kein Grund zum Verzweifeln. Wir müssen allerdings dafür sorgen,dass wir unsere Botschaften so gestalten, dass möglichst viel ankommt.

Es ist erschreckend, wie oft wir uns darauf verlassen, dass das nur gesprochene Wort, der Sachinhalt, auch wirklich ein zu eins bei dem Empfänger ankommt.

Achten Sie auf diese 6 Punkte bei einer Präsentation

  1. Emotionen aufzunehmen ist für uns spannender, als nur Informationen. Emotionen speichern wir bekanntermaßen wesentlich intensiver und länger, als nur Informationen.
  2. Am intensivsten nehmen wir die Informationen auf, die wir sehen.Arbeiten viel mit Bildern, Skizzen und Zeichnungen.
  3. Der Körper lügt nicht. Gerade mal 15% Ihrer Wirkung resultiert aus dem Inhalt Ihrer gesprochenen Sätze. Was Sie sagen und Sie es sagen muss miteinander harmonieren, kongruent sein. Ahnt der Zuhörer eine Abweichung, dann glaubt er zuerst das, was Ihr Körper ausdrückt.
  4. Der Klang Ihrer Stimme, Mimik und Gestik prägt zu 80% die Meinung und Beurteilung der Zuhörer über die Qualität Ihrer Darstellung.

 

 

Zuhörer beeindrucken

Der spannende Aufbau einer Präsentation

Leseprobe aus dem Buch: Mitreißend und spannend präsentieren

5.1 Der zündende Start, der mobilisierende Schluss

Worauf es ankommt

Der erste Eindruck des Redners ist entscheidend für den gesamten Ablauf der Präsentation. Einen schwachen Start können Sie nur noch sehr schwer wieder kompensieren, auch wenn Sie sich in der Präsentation steigern.

In den ersten Minuten haben Sie auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer.

Die sind darauf gespannt, was für ein Typ Sie sind. Wie Sie reden, wie Sie sich geben, was Sie so drauf haben. Wenn Sie jetzt Fehler machen, dann wirken die besonders stark. Mehr als die Fehler im Laufe der Präsentation.

Der Schluss Ihrer Präsentation gibt Ihnen noch mal eine Chance, mit einem guten Gesamteindruck abzuschliessen. Das ist nicht so einfach zu realisieren. Profis verlassen sich darum nicht auf spontane Eingebungen, sie planen den Anfang und den Schluss ihrer Präsentation. Die Kernsätze und Kernaussagen lernen sie auswendig.

5.2 Die wichtigsten Gründe für einen zündenden Start

Sofortige Aufmerksamkeit

Mit einem eleganten oder originellen Start gewinnen Sie sofort die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer. Sie sind gespannt, was jetzt alles kommt. Achten Sie darauf, althergebrachte und konventionelle Rituale bei Ihrer Eröffnung zu vermeiden: „Ich freue mich, heute zu Ihnen zu sprechen …sülz ….“

Selbstvertrauen wird aufgebaut

Gelingt Ihr Start, dann fegt er recht schnell die letzten Wolkenfetzen Ihrer Nervosität weg. Die innere Unruhe transformiert sich zu Dynamik. Jetzt gelingt Ihnen auch der weitere Verlauf der Präsentation, weil Sie über die notwendige Selbstsicherheit verfügen.

Positive und negative Beispiele

Positive Starter sind: Zitate, Analogien, Anekdoten oder rhetorische Fragen.

Negative Starter sind: Konventionelle Begrüßungsformeln und Feststellungen, die alle wissen: „Guten Tag, meine Damen und Herren. Ich freue mich, dass Sie mir heute …blah, blah“. „Wir sind heute zusammengekommen, um …“. „Hiermit möchte ich unsere Veranstaltung eröffnen und ….laber, laber“

5.3 Die wichtigsten Gründe für einen mobilisierenden Schluss:

Was hängen bleibt

Der Schluss ist zwar das Ende Ihrer Präsentation aber keinesfalls das Ende für Ihre Argumentation.

Die Suggestivkraft vieler Argumente wirkt erst nach einiger Zeit bei den Zuhörern.

Formulieren Sie Ihre Schlusssätze besonders sorgfältig, denn wenn der Schluss gelungen ist, erscheint das vorher Gesagte in einem noch besseren Licht. Umgekehrt macht dagegen ein misslungener Schluss Ihre ganze Präsentation wieder kaputt.

Vorschläge für einen guten Schluss

  1. Fassen Sie den Inhalt mit klaren Worten kurz und kompakt zusammen.
  2. Wiederholen Sie die wichtigsten Argumente in einer sprachlich variierten Form.
  3. Fordern Sie die Zuhörer zum Handeln auf. Sprechen Sie ihnen Mut zu.
  4. Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit.
  5. Beenden Sie Ihre Präsentation mit eine Zitat oder einer kurzen Story.

5.4 AIDA

Gestaltungshilfe

AIDA ist eine leicht zu merkende Methode, die Sie dabei unterstützt, Ihre Präsentation klar zu strukturieren und spannend zu gestalten.

A = Origineller Aufhänger

Da für gibt es einige Möglichkeiten:

  • Zitat. Legen Sie sich eine Zitatensammlung an. Wählen Sie für jede Präsentation das passende Zitat aus.
  • Beschreibung eines Problems. Verbunden mit dem Hinweis, dass Sie im Laufe der Präsentation einige Lösungsmöglichkeiten vorstellen werden.
  • Aktuelles Ereignis: „Heute morgen habe ich in der XY-Presse folgendes gelesen ….“
  • Anekdote
  • Rhetorische Frage

I = Information über Nutzen, Ziele, Struktur

Sie geben einen Überblick über den

  • Ablauf der Präsentation,
  • welche Ziele damit erreicht werden sollen,
  • welchen Nutzen die Zuhörer davon haben werden.

D = Souveräne Darstellung

  • Sie beherrschen die freie Rede und die dazu passende Gestik.
  • Sie achten bei der Wortwahl darauf, dass Sie hauptsächlich Begriffe verwenden, die Ihr Publikum versteht.
  • Sie präsentieren eine klare Gliederung.

Beispiele: Ausgangssituation, Soll-Situation, der Weg zur Realisierung.

Oder: Problem, Ursache, Auswirkung, Problemlösung .

  • Sie kontern Angriffe und Störungen locker und humorvoll mit Schlagfertigkeit.
  • Sie haben eine angenehme Tonlage und modulieren Ihre Stimme und Sprache.
  • Sie modulieren Ihr Sprechtempo.

A = Abschluss

Was Sie zum Abschluss sagen, bleibt am längsten im Gedächtnis der Zuhörer hängen. Mit einem guten Abschluss können Sie sogar eine mittelmäßige Präsentation noch retten. Die bewährtesten Methoden sind:

  • Zusammenfassung der wesentlichen Punkte.
  • Aufforderung zur Umsetzung der präsentierten Inhalte.
  • Zitate und Storys.

Zusammenfassung

  • Der erste Eindruck des Redners ist entscheidend für den gesamten Ablauf der Präsentation.
  • In den ersten Minuten haben Sie auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer.
  • Der Schluss Ihrer Präsentation gibt Ihnen noch mal eine Chance, mit einem guten Gesamteindruck abzuschliessen.
  • Positive Starter sind: Zitate, Analogien, Anekdoten oder rhetorische Fragen.
  • Negative Starter sind: Konventionelle Begrüßungsformeln und Feststellungen, die alle wissen.
  • Die Suggestivkraft vieler Argumente wirkt erst nach einiger Zeit bei den Zuhörern.
  • Legen Sie sich eine Zitatensammlung an. Wählen Sie für jede Präsentation das passende Zitat für den Start aus.
  • Anfang und Schlusssätze Ihrer Präsentation lernen Sie auswendig.

Präsentieren: Ihr Outfit muss stimmen

Wie muss Ihr Outfit sein?

Klassisch elegant ist nie falsch. Es ist klar, dass bei einer Präsentation vor Kunden Ihr Outfit repräsentativ sein muss. Sie können nicht über Innovationen und hohe Qualität reden und dabei aussehen, wie ein Durchschnittsvertreter oder Durchschnittspolitiker.

Die Kunden haben ausreichend Gelegenheit, Sie von Kopf bis Fuß eingehend zu betrachten.

Da tun dann auch intensiver als in einem Gespräch am Tisch. Unstimmigkeiten, die sonst wenig auffallen, fallen garantiert sofort ins Auge der Betrachter.

Vorsicht vor Nachlässigkeiten bei Ihrem Outfit

Auch hier gilt, wie bei der Vorbereitung: gönnen Sie sich keine Nachlässigkeiten, nur weil sie den Kunden schon 10 Jahre betreuen. Der Wettbewerber arbeitet auch schon einige Jahre an dem Kunden. Er wird jede Lücke, die Sie lassen, ausfüllen wollen. Es spielt auch keine so große Rolle, wie manche Verkäufer glauben, dass der Kunde in seinem Outfit etwas nachlässiger oder legerer ist. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie sich ihm gegenüber die gleichen Rechte einräumen können.

Der Kunde will immer respektiert und anerkannt sein. Auch nach 10 Jahren. Und noch einmal: Sie repräsentieren mit Ihrem Outfit auch den Wert Ihres Angebotes. Nichts daran, darf den Kunden an „Billig“ erinnern.

Sie werden niemals eine glänzende Präsentation machen können, auch wenn Sie es vielleicht so empfinden, wenn nicht Ihr Gesamteindruck stimmt. Da der Mensch visuelle Eindrücke am intensivsten aufnimmt und speichert, ist Ihre optische Erscheinung bei Ihrer Präsentation von großer Bedeutung.

Outfit muss zum Typ passen

Es ist nicht relevant, ob Sie sich mit der aktuellen Mode kleiden. Auch nicht, ob Sie kostspielige Designerkleidung leisten. Aber legen Sie kompromisslos Wert auf gediegene Qualität. Sie müssen alles vermeiden, was die Wertigkeit der präsentierten Produkte und Lösungen anzweifelt. Ziehen Sie sich so an, wie es zu Ihrem Typ am besten passt. Dunkle Farben bei Anzug, Jacke oder Hose wirken seriöser als helle.

Ein Blässling sieht in einem hellen Anzug noch blasser aus.

Eine korpulente Dame wirkt in einem kurzen Jäckchen noch korpulenter. Manchmal sogar plump. Bevorzugen Sie helle Hemden. Achten Sie darauf, dass Sie die richtige Kragenweite haben. Ihre Schuhe müssen farblich zum Gürtel passen und in einem einwandfreien Zustand sein. Ungeputzte oder verlatschte Schuhe zerstören sofort Ihr Outfit. Dieser Fehler ist nicht kompensierbar.

Präsentation: So wird Ihre Information aufgenommen

8 Tipps zur Informationsaufnahme

  1. Am intensivsten nehmen wir die Informationen auf, die wir sehen. Das macht stolze 75% der Aufnahmefähigkeit aus.
  2. Darum sollen wir bei unseren Präsentationen immer daran denken, wichtige Inhalte visuell darzustellen. Es muss nicht zwingend das perfekte Foto, die perfekte Zeichnung, dargestellt per Powerpoint sein.
  3. Gewiefte Taktiker haben herausgefunden, dass eine handschriftliche Skizze auf dem Flipchart (auch wenn sie nicht so schön und perfekt aussieht) eine hohe Wirkung auf die Aufnahmebereitschaft der Zuhörerhat. Vor allem dann, wenn die Zuhörer bei der Entstehung der Skizze mit einbezogen werden und den Gedankengang von der Entstehung bis zu dem Ergebnis dazu nachvollziehen können.
  4. An zweiter Stelle kommt das Hören mit 15%. Das ist schon so viel weniger, dass wir uns immer Gedanken machen sollten, wie wir durch Visualisierungen in jeder Gesprächssituation unsere Inhalte nachhaltiger kommunizieren.
  5. Es ist erschreckend, wie oft wir uns darauf verlassen, dass das nur gesprochene Wort, der Sachinhalt, auch wirklich ein zu eins bei dem Empfänger ankommt. Ein fataler Irrtum.
  6. Die Informationsaufnahme durch Tasten 5%, Riechen 2% und Schmecken 2%, hat bei der Präsentation nur einen einen geringeren Effekt.

Literaturtipps

Präsentation: So trainieren Sie Ihre Gestik

Gestik trainieren

  1. Stellen Sie sich vor den Spiegel.
  2. Stehen Sie fest auf dem Boden. Beide Füße sind eine Schulterbreite auseinander.
  3. Ziehen Sie die Po-Backen fest zusammen und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden. Brust raus und Kinn leicht erheben. Lassen Sie dabei Ihre Schultern ganz locker hängen. Auf keinen Fall nach oben ziehen, denn das wirkt angespannt.
  4. Versuchen Sie bestimmte Stimmungen nur mit Ihrer Mimik und Gestik auszudrücken. Dabei können Sie ruhig übertreiben.
  5. Um Ihre Sensibilität bei der Wahrnehmung der Körpersprache noch weiter auszubilden, machen Sie diese Übung. Setzen Sie sich in ein Cafe und beobachten Sie die Körpersprache der Menschen um Sie herum. Versuchen Sie zu deuten, was deren Gestik und Mimik über ihr Wesen verraten könnte.

Sprechen Sie diese Texte und machen die dafür passenden Gesten:

  1. „Ich halte einen großen Luftballon mit beiden Händen. Ich zeige ihn den Leuten auf der linken Seite, ich zeige ihn den Leuten auf der rechten Seite. Ich hebe den Luftballon in die Höhe und lasse ihn los. Er fliegt weit nach oben. Ich beobachte, wie er sich langsam am Horizont entfernt.“
  1. „Das erhöht die Geschwindigkeit Ihrer Anlage.“
  2. “ Damit reduzieren Sie die Folgekosten.“
  3. „Damit sparen Sie Geld.“
  4. „Dadurch erreichen Sie viel schneller Ihre Ziele.“
  5. „Damit erweitern Sie Ihr Einsatzspektrum.“
  6. „Das dürfen Sie auf keinen Fall dulden.“
  7. „Beenden Sie diese Diskussion.“

Da das Übungen sind, dürfen Sie es mit der Gestik ruhig etwas übertreiben.

Literatur:

Hans FischerHans Fischer Seminare, Präsentation

Mitreißend und überzeugend präsentieren

VDMA-Verlag

http://www.vdmashop.de/Vertrieb-und-Marketing/Mitreissend-und-ueberzeugend-praesentieren.html

 

Präsentieren: Schlagfertig mit Zitaten

Die wirksamsten Tipps: Zitatensammlung

Ein passendes Zitat als Antwort auf eine Provokation wirkt auf jeden Fall professionell und humorvoll. Deswegen empfehle ich Ihnen, sich einen Vorrat an Zitaten zusammenzustellen und sich soweit möglich, einzuprägen.

Einwurf: Das ist aber eine sehr einseitige Darstellung.

Antwort: „Was eigentümlich und schön und groß sein soll, das muß einseitig sein.“ Felix Mendelssohn

Einwurf: Ist Ihnen da nicht ein Fehler passiert?

Antwort: „Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch.“ Alfred Polgar

Situation: Ihr Vortrag wird immer wieder von einer vorlauten Person unterbrochen.

Antwort: „In der Kirche singen immer die am lautesten, die falsch singen.“ Grillparzer

Einwurf: Was Sie da behaupten, kann ich aber nicht nachvollziehen.

Antwort: „Widersprich nicht, bevor du nicht widerdacht hast.“ Martin Andersen

Situation: Ein Schwätzer unterbricht Sie ständig und wortreich.

Antwort: „Man liebt zu bemänteln allerorten schwache Gedanken mit starken Worten.“ Paul Heyse

Situation: Ihre Argumente werden mit polemische,

unsachlichen Einwänden angegriffen.

Artwort: „Schlechte Argumente bekämpft man am besten dadurch, dass man ihre Darstellung nicht stört.“ Sidney Smith

Einwurf: Jetzt kommen Sie doch mal endlich zur Sache.

Antwort: „Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen.“ Anton Bruckner

Situation: Unsachlicher Einwand.

Antwort: „Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.“ Ebner-Eschenbach

Hans FischerHans Fischer Seminare, Präsentation

Mitreißend und überzeugend präsentieren

VDMA-Verlag

http://www.vdmashop.de/Vertrieb-und-Marketing/Mitreissend-und-ueberzeugend-praesentieren.html

Unsachliche Angriffe während der Präsentation

Lust an der Provokation

Ein geringer Prozentsatz der Zuhörer hat die infantile Neigung, den Referenten mit unsachlichen Attacken zu provozieren. Die Art der Provokation ist meist von der Sache her nicht wert, darauf einzugehen. Allerdings wird das Geplänkel zwischen Redner und Provokateur von der passiven Mehrheit sehr genau beobachtet. Man ist interessiert, wie der Referent damit umgeht. Lässt er sich verunsichern, wird er selbst unsachlich, oder bleibt er gelassen.

Wenn Sie sich als Redner verunsichern lassen und kontern emotional, dann hat der Provokateur die Macht über Sie übernommen.

Sie gehen ihm auf den Leim. Die oberste Regel heißt deshalb: locker bleiben. Das ist gleichzeitig die größte Schwierigkeit, denn man will ja den Störenfried vor Publikum eine überbraten. Diesen verständlichen Impuls unterdrücken Sie besser. Sie wollen ja nicht den Ehrgeiz des Provokateur unnötig anheizen, damit er sich bei seinen Spitzen noch mehr steigert.

Am wirksamsten wehren Sie sich mit einer schlagfertigen Antwort. Das lesen Sie in dem nächsten Kapitel.

Hans FischerHans Fischer Seminare, Präsentation

Mitreißend und überzeugend präsentieren

VDMA-Verlag

http://www.vdmashop.de/Vertrieb-und-Marketing/Mitreissend-und-ueberzeugend-praesentieren.html

Präsentationstechnik und Rhetorik: Umgang mit Störern

Mit welchen Störungen müssen Sie rechnen

Schwätzchen mit dem Nachbar

Recht beliebt ist es bei manchen Zuhörern, sich ungeniert mit dem Nachbarn zu unterhalten, während Sie sich alle Mühe geben, eine gute Präsentation hinzulegen. Natürlich bleibt Ihnen das nicht verborgen, denn Sie halten ja Blickkontakt. Auch den routiniertesten Präsentator lässt das nicht unberührt. Es lenkt ab, stört die an dem Vortrag interessierten Teilnehmer und motiviert den Referenten nicht unbedingt.

Suchen Sie dennoch als Referent bei der Ursachenforschung erst mal bei sich selbst. Ein Grund kann sein, dass Ihre Ausführungen zu monoton werden oder die Spannung nachlässt. Darum müssen Sie immer daran denken, optimal verständlich zu sein, Stimme und Sprache zu modulieren und Sprechpausen einzubauen.

Maßnahmen

Wenn Sie zu der Meinung kommen, dass Ihr Präsentationsstil in Ordnung ist, dann sollten Sie etwas gegen die Störer tun. Blicken Sie, während Sie weiter reden, ganz gezielt zu den Störern. Sie sollten dabei keinen vorwurfsvollen Blick, wie der Lehrer in der Schule haben.

Bleiben Sie locker. Andere Zuhörer werden nach und nach ebenfalls interessiert zu den Störern blicken. Die spüren das und hören auf. Das genügt bei den meisten Menschen bereits, um zu erkennen, dass man etwas falsch macht. Denn eines ist fast immer der Fall: die schwätzenden Störer machen das nicht, um Sie böswillig zu provozieren. Oft ist ihnen die Auswirkung ihrer Störung nicht bewußt.

Hilft Ihre sanfte Methode immer noch nicht, dann hören Sie abrupt zu sprechen auf und schauen zu den Störern. Nachdem die aufgehört haben, sprechen Sie ruhig weiter, als wenn nichts passiert wäre.

Bei etwas hartnäckigeren Zeitgenossen können Sie auch nach Ihrer Pause etwas spaßig, aber treffend bemerken: „Ich wollte Sie jetzt nicht unterbrechen.“ Oder: „Wenn ich Sie störe, dann bin ich einen Moment lang ruhig.“

Weitere Störungen

Dazu gehören Einwände, auch unsachliche, Angriffe und permanente (auch dumme) Fragen. Wie Sie mit Einwänden und Angriffen umgehen, lesen Sie in den nächsten Kapiteln.

Permanente Fragen bergen für sie als Referenten die Gefahr, dass Sie sich durch die Beantwortung verzetteln könnten. Sie kommen dann vom Thema ab und müssen mühsam wieder den Anschluss finden.

Einige Zeitgenossen stellen unverblümt ihre Fragen immer wieder, obwohl diese von Ihnen bereits beantwortet wurden. Das kann daran liegen, dass der Fragende Ihre Antworten nicht gehört, oder richtig verstanden hat. Das nervt und stört den Ablauf der Präsentation. In diesem Fall, bieten Sie dem Fragesteller an, nach der Veranstaltung unter vier Augen nochmals gezielt auf seine Fragen einzugehen.

In vielen Fällen kommt der Frager nach der Veranstalter nicht mehr zu Ihnen und die Sache hat sich damit erledigt. Entweder war es ihm doch nicht so wichtig, oder er hat es vergessen. Auf keinen Fall dürfen Sie es zulassen, dass der Frager Ihre Präsentation so stört und die übrigen Teilnehmer dadurch ungnädig werden.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

Hans Fischer

Mitreißend und überzeugend präsentieren

VDMA-Verlag

http://www.vdmashop.de/Vertrieb-und-Marketing/Mitreissend-und-ueberzeugend-praesentieren.html

Präsentieren: Sinnvoller Einsatz von Powerpoint

Dafür ist Powerpoint nicht gedacht

Abschreckende Beispiele über die falsche Anwendung von Powerpoint begegnen uns täglich im Berufsleben. Da präsentiert der Vorstand eines Unternehmens über das letzte Halbjahr. Er steht vor der Leinwand und nutzt kein Rednerpodest. Das ist schon mal gut. Aber dann, er wiederholt wortwörtlich den Text, das auf den projizierten Charts zu sehen ist. Die Zuhörer denken: „Also, lesen können wir selber.“ So geht es eine halbe Stunde und die Aufmerksamkeit der Zuhörer bewegt sich kontinuierlich in den Keller. Nachdem er geendet hat, murmeln einige Mitarbeiter sich zu: „Na das ist nicht unbedingt seine Stärke.“

Das Unternehmen schickt seine Mitarbeiter zu Rhethorikseminaren und präsentiert mit seinen obersten Repräsentanten das Gegenteil. Wenn Sie jetzt denken, das ist eine Ausnahme: es ist keine! Powerpoint bietet dem Präsentierenden kreative Möglichkeit der bildhaften Darstellung.

Etwas öderes, als Textzeilen abzubilden und diese dann nahezu eins zu eins wiederzugeben, ist kaum vorstellbar.

Die projizierten Charts haben nur die Aufgabe, Ihre Worte zu verstärken, nicht zu wiederholen.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Rhetorik und Präsentationstechnik: Nevosität besiegen

So besiegen Sie Ihre Nervosität

Hans Fischer Seminare
Hans Fischer Seminare

Bauchatmung

Wir neigen zum Hochatmen, oder auch Flachatmen genannt. Besonders dann, wenn wir nervös oder aufgeregt sind. Dabei ziehen wir beim Einatmen die Schultern hoch und versuchen den oberen Brustkorb mit Luft zu füllen. Das Resultat ist, wir bekommen zu wenig Sauerstoff in unseren Körper.

Es gibt nicht wenige Menschen, die scheinbar die Fähigkeit zum richtigen Atmen spätestens dann verlieren, sobald sie vor Publikum sprechen müssen.

Es geht noch weiter. Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten. Eine Folge ist, dass der ph-Wert des Blutes in den sauren Bereich kippt. Das schränkt auch Ihr Denkvermögen ein.

Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden. Füllen Sie beim Einatmen Ihren Oberkörper mit Luft. Der Bauch darf sich dabei wölben. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie keine einengenden Kleidungsstücke tragen, die die Bauchatmung behindern.

Das Buch zum Thema:Hans Fischer Seminare, Präsentation

Hans Fischer

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