Lassen Sie Ihre Hände sprechen

Als guter Referent verstecken Sie nie Ihre Hände

Wenn Sie vor Ihren Zuhörern Selbstsicherheit zeigen wollen, dann dürfen Sie keinesfalls Ihre Hände verstecken. Denn das Verstecken der Hände zeigt genau das Gegenteil: Unsicherheit, Selbstzweifel.

Wenn wir unsere Hände verstecken, wird das von den Zuhörern als Angst und Fluchtreaktion interpretiert. Sie werden misstrauisch.

Sie denken: der Referent ist sich seiner Sache nicht sicher und möchte sich aus dieser unangenehmen Situation befreien. Oder er ist nicht offen, sagt die Unwahrheit

Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.Das Sprechen mit den Händen fördert zusätzlich den Denkprozess, während Sie reden.

Tabu ist während der Präsentation:

Hände in die Hosentasche vergraben,

Hände hinter dem Rücken halten,

Hände ineinander verschlingen, verknoten,

Arme verschränken,

Hände zur Raute formen.

Offene Gesten

Offene Gesten suggerieren Offenheit und Ehrlichkeit. Halten Sie dabei Ihre Ellenbogen auf Abstand zu Ihrem Körper, sonst wirkt die Gestik nicht offen, sonder gestellt.

Das hilft Ihnen dabei: stellen Sie sich vor, Sie halten einen großen Ball in beiden Händen, den Sie zusammendrücken und wieder loslassen. Beide Hände sollen sich dabei nicht berühren.

 

Endlich mal keine Power Point Präsentation

Warum ist eine Power Point Präsentation nicht immer sinnvoll

Die Leute sind von diesem Medium übersättigt. Warum ist das so? In den Betrieben wird die Präsentation mit Beamer zu oft eingesetzt. Die Möglichkeiten einer Beamerpräsentation ermutigt Kollegen zu einer Präsentation, obwohl sie es nicht können. Sie verlassen sich auf Power Point und vernachlässigen ihre rhetorischen Fähigkeiten.

Viele Präsentatoren geben sich keine Mühe bezüglich Sprache, Körpersprache und Verständlichkeit. Sie vertrauen zu sehr auf das Präsentationsmedium. Sie vergessen, dass bei einer Präsentation der Mensch im Vordergrund steht. Kann er nicht präsentieren, hilft ihm auch die beste Technik nichts!

Es werden zu viele Charts produziert. Dadurch wird von den Kernaussagen der Präsentation abgelenkt. Die Zuhörer nehmen eine Konsumhaltung ein. Sie folgen der Präsentation nur oberflächlich.

Die Gefahr für technische Pannen lauert immer. Die Technik muss vor der Präsentation immer ausgiebig getestet werden. Diese zeitraubenden Vorbereitung macht aber nicht jeder.

 

 

So trainieren Sie Ihre Gestik

Auf Ihre Körpersprache kommt es an

Ohne eine übezeugende Gestik werden Sie bei Ihrer Präsentation keinen positiven Eindruck erzeugen. Auch wenn der Inhalt Ihrer Präsentation noch so gut ist, nur mit der passenden Körpersprache entfalten Sie Ihre volle Wirkung.

Mit diesen 5 Punkten trainieren Sie Ihre Gestik

  1. Stellen Sie sich vor den Spiegel.
  2. Stehen Sie fest auf dem Boden. Beide Füße sind eine Schulterbreite auseinander.
  3. Ziehen Sie die Po-Backen fest zusammen und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden. Brust raus und Kinn leicht erheben. Lassen Sie dabei Ihre Schultern ganz locker hängen. Auf keinen Fall nach oben ziehen, denn das wirkt angespannt.
  4. Versuchen Sie bestimmte Stimmungen nur mit Ihrer Mimik und Gestik auszudrücken. Dabei können Sie ruhig übertreiben.
  5. Um Ihre Sensibilität bei der Wahrnehmung der Körpersprache noch weiter auszubilden, machen Sie diese Übung. Setzen Sie sich in ein Cafe und beobachten Sie die Körpersprache der Menschen um Sie herum. Versuchen Sie zu deuten, was deren Gestik und Mimik über ihr Wesen verraten könnte.

Die Sprache unseres Körpers ist ehrlicher als die Sprache unseres Mundes

Unser Körper ist ein offenes Buch

In unserer Mimik und in unserer Gestik verraten wir dem Beobachter, was in uns vor geht. Kaum jemanden gelingt es, seine Gestik und Mimik so zu beherrschen, dass er nicht „zu lesen“ ist. Von einigen großen Schauspieler wird das behauptet.

Auch der Klang unserer Stimme gibt einiges von uns preis. Das Sprechen in den unteren Oktaven zeigt mehr innere Ruhe und Selbstsicherheit.  Wenn wir schnell sprechen und uns immer wieder in die höheren Tonlagen begeben, zeigen wir, dass wir aufgeregt sind.

Die unbewussten Signale des Körpers sind ehrlicher, als die gesprochenen Worte. Das wissen die meisten. Einige haben gelernt, auf die nonverbalen Signale zu achten, die Mehrheit macht es unbewusst.

90% des ersten Eindrucks von einem Menschen werden bestimmt von: Körperhaltung, Kleidung, Gesichtsausdruck, Gestik und Mimik, Stimmlage. Der Referent, der eine Präsentation halten will, gewinnt bereits auf dem Weg zur Bühne. Oder verliert.

Diese Tatsache zeigt uns, auf welchen Feldern wir noch mehr trainieren müssen. Damit wir bei all unserem Wissen auch kompetent auf andere wirken.

Sind Sie bei Ihrer Präsentation richtig angezogen?

Ihr Outfit bei der Präsentation muss zu Ihrem Typ passen

„Wie sieht der denn aus?“ Dieser spontane Gedanke bei Ihren Zuhörern neutralisiert alle Höhepunkte in Ihrer Präsentation. Auch in der aktuellen Phase der neuen Lässigkeit, müssen Sie sehr sorgsam bei der Auswahl Ihrer Garderobe vorgehen. Das scheinbar lockere Outfit von Steve Jobs bei seinen Präsentationen war wohlkalkuliert.

Es ist nicht relevant, ob Sie sich mit der aktuellen Mode kleiden. Auch nicht, ob Sie kostspielige Designerkleidung leisten. Aber legen Sie kompromisslos Wert auf gediegene Qualität. Sie müssen alles vermeiden, was die Wertigkeit der präsentierten Produkte und Lösungen anzweifelt. Ziehen Sie sich so an, wie es zu Ihrem Typ am besten passt. Dunkle Farben bei Anzug, Jacke oder Hose wirken seriöser als helle.  Ein Blässling sieht in einem hellen Anzug noch blasser aus.

Eine korpulente Dame wirkt in einem kurzen Jäckchen noch korpulenter. Bevorzugen Sie helle Hemden. Achten Sie darauf, dass Sie die richtige Kragenweite haben. Ihre Schuhe müssen farblich zum Gürtel passen und in einem einwandfreien Zustand sein. Ungeputzte oder verlatschte Schuhe zerstören sofort Ihr Outfit. Dieser Fehler ist nicht kompensierbar.

Wenn Sie vor Ihren Mitarbeitern präsentieren

Gefragt ist professionelle Lockerheit

Eine Präsentation vor der eigenen Belegschaft erfordert eine besondere Form der Darstellung. Wenn Sie vor Ihren Mitarbeitern im gleichen Stil präsentieren, wie vor Kunden, dann geht die Präsentation in die Hose. Denn bei einer dieser Veranstaltungen ist eine professionelle Lockerheit und Pfiffigkeit in der Darstellung gefordert.

Hier 5 hilfreiche Tps für Ihre Präsentation vor Mitarbeitern

  1. Probieren Sie doch ganz einfach mal, ohne Präsentationsmedien auszukommen.Dazu sollten Sie aber Ihre Körpersprache trainieren. Ihr Körper und Ihre Stimme ist das dominante Präsentationsmedium.
  2. Sie sollten Ihre Präsentation einige male vor dem Spiegel trainiert haben. Nehmen Sie sich dafür genügend Zeit. Wenn Ihre Präsentation 10 Minuten dauern soll, benötigen Sie 30 Minuten an Verbereitungszeit.
  3. Wenn Sie als Chef vor Ihren Mitarbeitern eine Ansprache halten, sollte Ihr Outfit eine elegante Lässigkeit ausdrücken.Aber nicht zu salopp!
  4. Reden Sie offen und authentisch. Sagen Sie, was Sie bewegt und vermeiden Sie Standard-Plattheiten.
  5. Woher nehmen Sie den Stoff für Ihre Präsentation vor Mitarbeitern? Legen Sie sich ein Fach zu, in dem Sie das ganze Jahr über Notizen von ungewöhnlichen Ereignissen sammeln.
  6. Die Ansprache sollte nicht länger als 20 Minuten dauern.Denn dann wird es langweilig.

Unsere Stimme löst Assoziationen aus

So wichtig ist der Ton der Stimme bei der Präsentation

„Wie etwas wirklich gemeint ist, lässt sich nur am Ton feststellen.“ Udo Nix.

Der Ton unserer Stimme wird vom Unterbewußtsein der Zuhörer aufgenommen. Der Ton der Stimme bei der Präsentation löst im Unterbewußtsein Assoziazionen aus. Unsere Stimme hat auf die Zuhörer drei mal so viel Wirkung wie der sprachliche Inhalt unserer Präsentation. Über den Klang unserer Stimme offenbaren wir uns unseren Zuhörern. Denn der Klang unserer Stimme sagt einiges über unseren inneren Zustand aus.

Das ist Ihre Aufgabe als Präsentator

Entdecken Sie Ihre ideale Tonlage bei der Präsentation. Finden Sie heraus, in welcher Tonlage Ihre Stimme am kräftigsten und angenehmsten klingt.

Der optimale Klang entsteht aus dem Entspannungszustand.

Über Ihre Stimme offenbaren Sie sich Ihren Zuhörern, weil sie etwas über Ihren inneren Zustand aussagt.

Es gibt viele Gelegenheiten, an denen sie diese Stimmpflege ausführen können. Nutzen Sie die.

Nichts ist eintöniger und einschläfernder, als ein Referent, der durchgehend in einer monotonen Tonart vor sich hin brabbelt.

Setzen Sie Ihre Stimme am Anfang Ihrer Rede tiefer an, gehen Sie in der Stimmlage von unten nach oben.

Präsentation mit Flip Chart ist sehr wirkungsvoll

Eine Präsentation mit Flip Chart fesselt die Zuhörer

Kann gar nicht sein, Power Point Präsentationen sind doch viel moderner! Und durch die Nutzung von Bildern und Ton viel wirkungsvoller. Stimmt das? Nein! Denn das Flip Chart wird immer noch von starken Referenten genutzt.

Die Vorteile für den Flip Chart Einsatz bei der Präsentation

  1. Der Einsatz des Flip-Charts hat einen großen Vorteil für Sie als Referenten: Sie brauchen keine komplizierten technischen Voraussetzungen.
  2. Der große Nutzen einer Flip-Chart-Präsentation ist, dass Sie anspruchsvolle oder komplexe Zusammenhänge gemeinsam mit Ihren Zuhörern visualisieren können.
  3. Eine Flip Chart Präsentation ist interaktiv und anregend. Das stimuliert das Gehirn der Zuhörer. Ihre Botschaft kommt besser an und wird länger gespeichert. Beschriften Sie die Charts sparsam. Maximal 4 Headlines p. Chart. Die Leute sollen ja nicht lesen, sondern Ihnen zuhören.
  4. Gute Verkäufer präsentieren nicht das fertige Ergebnis, sondern stellen den Weg zum Ergebnis zeichnerisch dar.
  5. Mit Strichen, Kreisen, Kästchen oder Kurven lassen sich viele komplexe Themen grafisch darstellen. Durch die grafische Begleitung Ihrer Argumente dringen tiefer in sein Bewusstsein hinein und haben damit einen noch stärkeren Einfluss auf seine Entscheidungsfindung.

 

 

Unser Körper kann schlecht lügen

Unsere Körpersprache spricht die Wahrheit

Wir sollen einen Präsentation halten. Schon seit Stunden sind wir aufgeregt. Obwohl wir uns bestmöglichst vorbereitet haben. Aber, verdammt, die Anspannung will sich nicht legen. Einen Trost haben wir von einem Kollegen schon gehört. Er hat zugegeben, dass das nicht nur uns so geht. Auch er, als Spitzenredner und etliche seiner Kollegen werden immer wieder von Lampenfieber geplant.  Aber, sehen das alle, dass wir aufgeregt und unsicher sind? Nicht immer, aber oft!

Wie verrät unser Körper, dass wir unsicher sind?

Wenn wir angespannt und unsicher sind, verspannen sich einige Körperteile. Unsere Schultern gehen mehr oder weniger merklich nach oben. Obwohl wir gelesen haben, gerade jetzt tief zu atmen, passiert das Gegenteil. Unsere Atmung wird flach und wir halten unmerklich die Luft an. Der Blickkontakt lässt nach und wir schauen zu oft nach unten oder zur Seite. Wir fangen an, unsere Hände zu verstecken oder fangen an, sie zu reiben, als wenn plötzlich Minusgrade herrschten. Auch das Volumen unserer Stimme lässt nach, der Klang wirkt unsicherer.

8 Punkte unserer Körpersprache signalisieren Sicherheit

  1. Achten Sie darauf, beim Gehen und Stehen eine aufrechte, Körperhaltung zu pflegen. Das muss immer wieder geübt werden, denn eine nachlässige Haltung kommt schneller, als wir sie wahrnehmen.Wie das Unkraut im Garten.
  2. Nehmen Sie Ihren Kopf hoch und schauen Sie nicht gebückt auf den Boden. Ziehen Sie Ihre Schultern nicht nach oben, sondern locker nach unten. Merken Sie sich: Der beste Freund Ihrer Schultern ist die Hüfte, nicht der Kopf!
  3. Bauen Sie zu den Menschen, die in dem Raum sitzen, den Sie betreten mutig einen Blickkontakt auf.
  4. Bevor Sie mit Ihrer Präsentation beginnen, nehmen Sie erst Ihren endgültigen Platz ein. Reden Sie nicht vorher.
  5. Stellen Sie sich fest und sicher hin, so , als wenn Sie sich erden wollten. Zwischen Ihren Füßen sollte eine Schulterbreite Abstand sein. Sind die Füße zu eng beieinander, dann wirkt das nicht selbstsicher, Sie haben dann keinen sicheren Stand. Ist der Abstand breiter als Ihre Schulterbreite, dann wirken Sie anmaßend und angeberisch. Nachdem Sie gekonnt gestartet sind, dürfen Sie sich bewegen. Gehen Sie einen Schritt zur Seite oder auf Ihr Publikum zu.
  6. Vermeiden Sie dabei hastige, unruhige Bewegungen.
  7. Lassen Sie Ihre Hände locker hängen und vermeiden Sie, Fäuste zu bilden. Spielen Sie auch nicht mit den Fingern.
  8. Bauen Sie jetzt schweigend den Blickkontakt zum Publikum auf. Das halten Sie ca. 2 – 3 Sekunden durch. Dann starten Sie mit einem originellen Opener.

Vor einer Präsentation: Sind Sie nervös?

Nervosität und Ängste vor einer Präsentation

Leseprobe aud dem Buch: Mitreißend und überzeugend präsentieren

7.3 So besiegen Sie Ihre Nervosität

Bauchatmung

Wir neigen zum Hochatmen, oder auch Flachatmen genannt. Besonders dann, wenn wir nervös oder aufgeregt sind. Dabei ziehen wir beim Einatmen die Schultern hoch und versuchen den oberen Brustkorb mit Luft zu füllen. Das Resultat ist, wir bekommen zu wenig Sauerstoff in unseren Körper.

Es gibt nicht wenige Menschen, die scheinbar die Fähigkeit zum richtigen Atmen spätestens dann verlieren, sobald sie vor Publikum sprechen müssen.

Es geht noch weiter. Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten. Eine Folge ist, dass der ph-Wert des Blutes in den sauren Bereich kippt. Das schränkt auch Ihr Denkvermögen ein.

Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden. Füllen Sie beim Einatmen Ihren Oberkörper mit Luft. Der Bauch darf sich dabei wölben. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie keine einengenden Kleidungsstücke tragen, die die Bauchatmung behindern.

Gerade stehen

Stellen Sie sich mit beiden Beinen fest auf den Boden. „Erden“ Sie sich, so, dass Sie keiner umschubsen kann. Pressen Sie die Pobacken zusammen, heben Sie Ihr Kinn hoch und ziehen Sie Ihren Bauch ein. Bleiben Sie 7 Sekunden in dieser Stellung.

Schulterpartie entspannen

Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung.

Spannen Sie Ihre Schultern an und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden lang. Dann entspannen Sie wieder und erleben das wohlige Gefühl der entspannten Schulterpartie. Wiederholen Sie diese Übung drei mal. Einige Muskelpartien verspannen sich gerne etwas mehr, wenn wir Stress haben. Das sind die Gesichtsmuskeln, der Nacken und die Arme.

Prüfen Sie in Stresssituationen, welche Muskelpartien bei Ihnen stärker betroffen sind. Entspannen Sie diese Muskeln, wie oben beschrieben, durch Spannung und Entspannung.

Hände nicht verstecken

Wenn wir unsere Hände verstecken, wird das von den Zuhörern als Angst und Fluchtreaktion interpretiert. Sie werden misstrauisch.

Sie denken: der Referent ist sich seiner Sache nicht sicher und möchte sich aus dieser unangenehmen Situation befreien. Oder er ist nicht offen, sagt die Unwahrheit

Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.

Tabu ist:

  • Hände in die Hosentasche vergraben,
  • Hände hinter dem Rücken halten,
  • Hände ineinander verschlingen, verknoten,
  • Arme verschränken,
  • Hände zur Raute formen.

Offene Gesten

Offene Gesten suggerieren Offenheit und Ehrlichkeit. Halten Sie dabei Ihre Ellenbogen auf Abstand zu Ihrem Körper, sonst wirkt die Gestik nicht offen, sonder gestellt.

Das hilft Ihnen dabei: stellen Sie sich vor, Sie halten einen großen Ball in beiden Händen, den Sie zusammendrücken und wieder loslassen. Beide Hände sollen sich dabei nicht berühren.

Blickkontakt

Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum. Das darf ruhig 3 Sekunden dauern, obwohl Ihnen das im Anfangsstress endlos vorkommen wird. Dann erst beginnen Sie mit Ihrer Eröffnung.

Halten Sie während der gesamten Präsentation den Blickkontakt aufrecht, das zeigt Selbstvertrauen, auch wenn Ihnen im Augenblick nicht danach ist. Schauen Sie zu Beginn, die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit. Danach sind Sie sattelfest genug, um auch die „Stinkstiefel“ anschauen.

Klare, gut hörbare Sprache

Finden Sie Ihre ideale Tonlage (Indifferenzlage) heraus. Wie? Singen Sie, wenn Sie alleine sind, zu Übungszwecken die Tonleiter rauf und runter. Dabei entdecken Sie, dass in einer bestimmten Tonlage Ihre Stimme die größte Kraft hat. In dieser Tonlage können Sie auch den Zuhörer in der allerletzten Reihe erreichen, ohne sich anzustrengen oder zu schreien.

Die Indifferenzlage Ihrer Stimme ist meist etwas tiefer. Wenn es Ihnen gelingt, so zu sprechen, wird Ihnen die größte Athentizität zugestanden. Sie wirken souveräner.

Positive Selbstgespräche

Vor der Präsentation können Sie sich selbst positiv programmieren. Verzichten Sie nicht darauf, es wird ohnehin niemand anders tun.

Die Methode der positiven Selbstgespräche ist wirksamer, als die meisten Leute denken.

Sie ist eine seit Jahren bewährte Methode, mit der Spitzensportler vor einem Wettkampf sich stark machen.

Der ehemalige Weltklassentorhüter Oliver Kahn führt seine starken Leistungen hauptsächlich auf seine Fähigkeiten zurück, regelmäßig positive Selbstgespräche zu praktizieren.

Unser Gehirn registriert ganz genau, wie wir mit uns sprechen und führt unsere Befehle aus.

Seien Sie darum sehr vorsichtig mit Äußerungen, wie:“Das ist ja kaum zu schaffen.“ oder „Was bin ich heute wieder ungeschickt!“ „Ich fühle mich nicht ganz wohl.“ „Also heute will aber gar nichts klappen.“

Nur Sie haben die Verantwortung

Was in der Realität mit uns geschieht, hängt überwiegend davon ab, welchen Input wir uns geben. Ob wir uns negative oder positive Botschaften eingeben. „Das schaffe ich nicht!“ ist eine konkrete Aufforderung an unseren Verstand, alles in die Wege zu leiten, damit wir es es nicht schaffen. Also machen Sie es umgekehrt. Sie haben die Wahl. Es ist alleine Ihre Verantwortung.

Denken Sie an die positiven Aspekte der Präsentation:

  • „Ich habe mich optimal auf die Präsentation vorbereitet.“
  • „Die Präsentationstechnik habe ich ausgiebig getestet. Alles funktioniert einwandfrei.“
  • „ Die Zielgruppe ist mir bekannt. Fachlich kann mich niemand in Bedrängnis bringen.“
  • „Ich habe mich auch auf mögliche Störungen und Provokationen vorbereitet.“
  • „Ähnliche Präsentationen habe ich schon gehalten. Das Feedback war überwiegend positiv.“
  • „Ich habe meinen Start genau geplant und geübt.“
  • „Ich habe etwas zu sagen und bin voll davon überzeugt.“
  • „Ich bleibe gelassen und gebe mein Bestes, zu dem ich fähig bin.“
  • „Und wenn nicht alle zufrieden sind, kann ich damit leben. Denn ich kann es nicht allen recht machen.“

Zusammenfassung

  • Es ist so, dass selbst hoch veranlagte Präsentationsprofis vor ihrem Auftritt feuchte Hände bekommen.
  • Ehrgeizige Redner haben einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Präsentation, das bringt zusätzliche Spannungen.
  • Die beste Therapie gegen Nervosität und Lampenfieber ist eine sorgfältige Vorbereitung.
  • Gehen Sie nie in eine Präsentation, die Sie schon öfter gehalten haben und denken, das mache ich mit Links.
  • Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten.
  • Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden.
  • Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung.
  • Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.
  • Offene Gesten suggerieren Offenheit.
  • Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum.
  • Schauen Sie zu Beginn, die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit.