Die Wirkung Ihrer Stimme ist größer als gedacht

Eine wohlklingende Stimme gewinnt

Jahrzehntelang sind wir darauf getrimmt worden, vor allem auf den Inhalt unserer Sätze zu achten. Ob in der Schule oder im Elternhaus: „Drücke Dich vernünftig aus!“ Nur wurde die Bedeutung der Sachebene in der Kommunikation weit überschätzt. Ob Sie anderen Menschen sympathisch sind, hängt nur zu 15% von dem ab, was Sie sagen (es sei denn, Sie beleidigen den anderen). 25% wird bestimmt von Ihrer Wortwahl, dem Sprechtempo, Ihrem Dialekt und Ihrer Lautstärke. Den Löwenanteil der Wirkung in der Kommunikation macht der Klang Ihrer Stimme aus: 60%

Ob unsere Stimme einen guten Klang hat, können wir nicht dem Zufall überlassen. Vor allem, wenn wir im Vertrieb oder Management arbeiten. Und vor allem, wenn Sie präsentieren müssen. Gute Argumente in einem negativen Sound vermittelt, macht die Argumente kaputt!

Pflegen Sie Ihre Stimme! Sänger und Radiomoderatoren machen das auch.

Reinigen Sie Ihre Stimme vor einem Vortrag, indem Sie die Tonleiter hoch und runter singen. Verwenden Sie dabei die Buchstaben A, E, I, O, U. Besonders das E hat eine gute Reinigungsfunktion.
Sie werden erstaunt sein, wie viel kraftvoller und angenehmer Ihre Stimme danach ist.
Wenn Sie sich jetzt Ihr Lieblingsessen vorstellen und „mmmh“ machen, haben Sie die Indifferenzlage gefunden. In dieser Indifferenzlage klingt Ihre Stimme am besten.

Präsentation mit Flip Chart ist sehr wirkungsvoll

Eine Präsentation mit Flip Chart fesselt die Zuhörer

Kann gar nicht sein, Power Point Präsentationen sind doch viel moderner! Und durch die Nutzung von Bildern und Ton viel wirkungsvoller. Stimmt das? Nein! Denn das Flip Chart wird immer noch von starken Referenten genutzt.

Die Vorteile für den Flip Chart Einsatz bei der Präsentation

  1. Der Einsatz des Flip-Charts hat einen großen Vorteil für Sie als Referenten: Sie brauchen keine komplizierten technischen Voraussetzungen.
  2. Der große Nutzen einer Flip-Chart-Präsentation ist, dass Sie anspruchsvolle oder komplexe Zusammenhänge gemeinsam mit Ihren Zuhörern visualisieren können.
  3. Eine Flip Chart Präsentation ist interaktiv und anregend. Das stimuliert das Gehirn der Zuhörer. Ihre Botschaft kommt besser an und wird länger gespeichert. Beschriften Sie die Charts sparsam. Maximal 4 Headlines p. Chart. Die Leute sollen ja nicht lesen, sondern Ihnen zuhören.
  4. Gute Verkäufer präsentieren nicht das fertige Ergebnis, sondern stellen den Weg zum Ergebnis zeichnerisch dar.
  5. Mit Strichen, Kreisen, Kästchen oder Kurven lassen sich viele komplexe Themen grafisch darstellen. Durch die grafische Begleitung Ihrer Argumente dringen tiefer in sein Bewusstsein hinein und haben damit einen noch stärkeren Einfluss auf seine Entscheidungsfindung.

 

 

Im Sitzen haben Sie eine andere Körpersprache, als im Stehen

Harmonie in Sprache und Körpersprache

Einige Absolventen eines Rhetorikkurses glauben, dass das, was sie über Körpersprache gelernt haben, universell anwendbar ist. Das stimmt nicht! Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie im Stehen oder Sitzen kommunizieren. Was körpersprachlich im Stehen vorteilhaft wirkt, empfindet der Kommunikationspartner im Gespräch am Tisch eher verwirrend.

Im Sitzen haben Sie eine andere Körpersprache, als im Stehen. Es ist peinlich, wenn Sie im Sitzen eine ähnliche Gestik machen, wie bei einem Vortrag. Dadurch könnte sich der Gesprächspartner bedrängt oder fast bedroht fühlen.

So ist Ihre Köpersprache im Sitzen richtig:

  1. Ihr  Oberkörper ist aufrecht. Sie sind leicht nach vorne geneigt. Das ist die Haltung eines aufmerksamen und kontrollierten Sprechers. Ausserden wirkt diese Haltung kraftvoll.
  2. Die Hände gehören auf dem Tisch. Versteckte Hände signalisieren Unehrlichkeit (etwas verstecken) oder Unsicherheit.
  3. Sie spielen nicht mit Gegenständen (Stift). Damit zeigen Sie nur Ihre Nervosität.
  4. Im Gegensatz zu einer Präsentation im Stehen ist Ihre Gestik im Sitzen sparsam.
  5. Unterlassen Sie ruckartigen Bewegungen. Das ist ein Zeichen von Unsicherheit und wirkt irritirend (wirr).
  6. Vermeiden Sie eine seitliche Position gegenüber dem Kunden. Auch wenn es Ihnen bequem erscheint. Der Kommunikationspartner kann das als fehlende Wertschätzung oder Überheblichkeit werten
    (kalte Schulter zeigen).
  7. Nicht nur in den Zeiten der Coronapandemie, lassen Sie Ihre Hände aus dem Gesicht. Das zeugt nicht von Souveränität. Der Kommunikationspartner könnte das so deuten, dass Sie selbst nicht davon überzeugt sind, von dem, was Sie sagen.

Wenn Sie einem Pferd mit Ihrer Körpersprache nicht vermitteln können, wer hier den Ton angibt, wird es Sie abwerfen

Was kommt bei dem Zuhörer wirklich an?

Weniger, als uns recht ist! Das ist aber kein Grund zum Verzweifeln. Wir müssen allerdings dafür sorgen,dass wir unsere Botschaften so gestalten, dass möglichst viel ankommt.

Es ist erschreckend, wie oft wir uns darauf verlassen, dass das nur gesprochene Wort, der Sachinhalt, auch wirklich ein zu eins bei dem Empfänger ankommt.

Achten Sie auf diese 6 Punkte bei einer Präsentation

  1. Emotionen aufzunehmen ist für uns spannender, als nur Informationen. Emotionen speichern wir bekanntermaßen wesentlich intensiver und länger, als nur Informationen.
  2. Am intensivsten nehmen wir die Informationen auf, die wir sehen.Arbeiten viel mit Bildern, Skizzen und Zeichnungen.
  3. Der Körper lügt nicht. Gerade mal 15% Ihrer Wirkung resultiert aus dem Inhalt Ihrer gesprochenen Sätze. Was Sie sagen und Sie es sagen muss miteinander harmonieren, kongruent sein. Ahnt der Zuhörer eine Abweichung, dann glaubt er zuerst das, was Ihr Körper ausdrückt.
  4. Der Klang Ihrer Stimme, Mimik und Gestik prägt zu 80% die Meinung und Beurteilung der Zuhörer über die Qualität Ihrer Darstellung.

 

 

Unser Körper kann schlecht lügen

Unsere Körpersprache spricht die Wahrheit

Wir sollen einen Präsentation halten. Schon seit Stunden sind wir aufgeregt. Obwohl wir uns bestmöglichst vorbereitet haben. Aber, verdammt, die Anspannung will sich nicht legen. Einen Trost haben wir von einem Kollegen schon gehört. Er hat zugegeben, dass das nicht nur uns so geht. Auch er, als Spitzenredner und etliche seiner Kollegen werden immer wieder von Lampenfieber geplant.  Aber, sehen das alle, dass wir aufgeregt und unsicher sind? Nicht immer, aber oft!

Wie verrät unser Körper, dass wir unsicher sind?

Wenn wir angespannt und unsicher sind, verspannen sich einige Körperteile. Unsere Schultern gehen mehr oder weniger merklich nach oben. Obwohl wir gelesen haben, gerade jetzt tief zu atmen, passiert das Gegenteil. Unsere Atmung wird flach und wir halten unmerklich die Luft an. Der Blickkontakt lässt nach und wir schauen zu oft nach unten oder zur Seite. Wir fangen an, unsere Hände zu verstecken oder fangen an, sie zu reiben, als wenn plötzlich Minusgrade herrschten. Auch das Volumen unserer Stimme lässt nach, der Klang wirkt unsicherer.

8 Punkte unserer Körpersprache signalisieren Sicherheit

  1. Achten Sie darauf, beim Gehen und Stehen eine aufrechte, Körperhaltung zu pflegen. Das muss immer wieder geübt werden, denn eine nachlässige Haltung kommt schneller, als wir sie wahrnehmen.Wie das Unkraut im Garten.
  2. Nehmen Sie Ihren Kopf hoch und schauen Sie nicht gebückt auf den Boden. Ziehen Sie Ihre Schultern nicht nach oben, sondern locker nach unten. Merken Sie sich: Der beste Freund Ihrer Schultern ist die Hüfte, nicht der Kopf!
  3. Bauen Sie zu den Menschen, die in dem Raum sitzen, den Sie betreten mutig einen Blickkontakt auf.
  4. Bevor Sie mit Ihrer Präsentation beginnen, nehmen Sie erst Ihren endgültigen Platz ein. Reden Sie nicht vorher.
  5. Stellen Sie sich fest und sicher hin, so , als wenn Sie sich erden wollten. Zwischen Ihren Füßen sollte eine Schulterbreite Abstand sein. Sind die Füße zu eng beieinander, dann wirkt das nicht selbstsicher, Sie haben dann keinen sicheren Stand. Ist der Abstand breiter als Ihre Schulterbreite, dann wirken Sie anmaßend und angeberisch. Nachdem Sie gekonnt gestartet sind, dürfen Sie sich bewegen. Gehen Sie einen Schritt zur Seite oder auf Ihr Publikum zu.
  6. Vermeiden Sie dabei hastige, unruhige Bewegungen.
  7. Lassen Sie Ihre Hände locker hängen und vermeiden Sie, Fäuste zu bilden. Spielen Sie auch nicht mit den Fingern.
  8. Bauen Sie jetzt schweigend den Blickkontakt zum Publikum auf. Das halten Sie ca. 2 – 3 Sekunden durch. Dann starten Sie mit einem originellen Opener.

Vor einer Präsentation: Sind Sie nervös?

Nervosität und Ängste vor einer Präsentation

Leseprobe aud dem Buch: Mitreißend und überzeugend präsentieren

7.3 So besiegen Sie Ihre Nervosität

Bauchatmung

Wir neigen zum Hochatmen, oder auch Flachatmen genannt. Besonders dann, wenn wir nervös oder aufgeregt sind. Dabei ziehen wir beim Einatmen die Schultern hoch und versuchen den oberen Brustkorb mit Luft zu füllen. Das Resultat ist, wir bekommen zu wenig Sauerstoff in unseren Körper.

Es gibt nicht wenige Menschen, die scheinbar die Fähigkeit zum richtigen Atmen spätestens dann verlieren, sobald sie vor Publikum sprechen müssen.

Es geht noch weiter. Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten. Eine Folge ist, dass der ph-Wert des Blutes in den sauren Bereich kippt. Das schränkt auch Ihr Denkvermögen ein.

Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden. Füllen Sie beim Einatmen Ihren Oberkörper mit Luft. Der Bauch darf sich dabei wölben. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie keine einengenden Kleidungsstücke tragen, die die Bauchatmung behindern.

Gerade stehen

Stellen Sie sich mit beiden Beinen fest auf den Boden. „Erden“ Sie sich, so, dass Sie keiner umschubsen kann. Pressen Sie die Pobacken zusammen, heben Sie Ihr Kinn hoch und ziehen Sie Ihren Bauch ein. Bleiben Sie 7 Sekunden in dieser Stellung.

Schulterpartie entspannen

Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung.

Spannen Sie Ihre Schultern an und halten Sie diese Spannung 7 Sekunden lang. Dann entspannen Sie wieder und erleben das wohlige Gefühl der entspannten Schulterpartie. Wiederholen Sie diese Übung drei mal. Einige Muskelpartien verspannen sich gerne etwas mehr, wenn wir Stress haben. Das sind die Gesichtsmuskeln, der Nacken und die Arme.

Prüfen Sie in Stresssituationen, welche Muskelpartien bei Ihnen stärker betroffen sind. Entspannen Sie diese Muskeln, wie oben beschrieben, durch Spannung und Entspannung.

Hände nicht verstecken

Wenn wir unsere Hände verstecken, wird das von den Zuhörern als Angst und Fluchtreaktion interpretiert. Sie werden misstrauisch.

Sie denken: der Referent ist sich seiner Sache nicht sicher und möchte sich aus dieser unangenehmen Situation befreien. Oder er ist nicht offen, sagt die Unwahrheit

Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.

Tabu ist:

  • Hände in die Hosentasche vergraben,
  • Hände hinter dem Rücken halten,
  • Hände ineinander verschlingen, verknoten,
  • Arme verschränken,
  • Hände zur Raute formen.

Offene Gesten

Offene Gesten suggerieren Offenheit und Ehrlichkeit. Halten Sie dabei Ihre Ellenbogen auf Abstand zu Ihrem Körper, sonst wirkt die Gestik nicht offen, sonder gestellt.

Das hilft Ihnen dabei: stellen Sie sich vor, Sie halten einen großen Ball in beiden Händen, den Sie zusammendrücken und wieder loslassen. Beide Hände sollen sich dabei nicht berühren.

Blickkontakt

Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum. Das darf ruhig 3 Sekunden dauern, obwohl Ihnen das im Anfangsstress endlos vorkommen wird. Dann erst beginnen Sie mit Ihrer Eröffnung.

Halten Sie während der gesamten Präsentation den Blickkontakt aufrecht, das zeigt Selbstvertrauen, auch wenn Ihnen im Augenblick nicht danach ist. Schauen Sie zu Beginn, die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit. Danach sind Sie sattelfest genug, um auch die „Stinkstiefel“ anschauen.

Klare, gut hörbare Sprache

Finden Sie Ihre ideale Tonlage (Indifferenzlage) heraus. Wie? Singen Sie, wenn Sie alleine sind, zu Übungszwecken die Tonleiter rauf und runter. Dabei entdecken Sie, dass in einer bestimmten Tonlage Ihre Stimme die größte Kraft hat. In dieser Tonlage können Sie auch den Zuhörer in der allerletzten Reihe erreichen, ohne sich anzustrengen oder zu schreien.

Die Indifferenzlage Ihrer Stimme ist meist etwas tiefer. Wenn es Ihnen gelingt, so zu sprechen, wird Ihnen die größte Athentizität zugestanden. Sie wirken souveräner.

Positive Selbstgespräche

Vor der Präsentation können Sie sich selbst positiv programmieren. Verzichten Sie nicht darauf, es wird ohnehin niemand anders tun.

Die Methode der positiven Selbstgespräche ist wirksamer, als die meisten Leute denken.

Sie ist eine seit Jahren bewährte Methode, mit der Spitzensportler vor einem Wettkampf sich stark machen.

Der ehemalige Weltklassentorhüter Oliver Kahn führt seine starken Leistungen hauptsächlich auf seine Fähigkeiten zurück, regelmäßig positive Selbstgespräche zu praktizieren.

Unser Gehirn registriert ganz genau, wie wir mit uns sprechen und führt unsere Befehle aus.

Seien Sie darum sehr vorsichtig mit Äußerungen, wie:“Das ist ja kaum zu schaffen.“ oder „Was bin ich heute wieder ungeschickt!“ „Ich fühle mich nicht ganz wohl.“ „Also heute will aber gar nichts klappen.“

Nur Sie haben die Verantwortung

Was in der Realität mit uns geschieht, hängt überwiegend davon ab, welchen Input wir uns geben. Ob wir uns negative oder positive Botschaften eingeben. „Das schaffe ich nicht!“ ist eine konkrete Aufforderung an unseren Verstand, alles in die Wege zu leiten, damit wir es es nicht schaffen. Also machen Sie es umgekehrt. Sie haben die Wahl. Es ist alleine Ihre Verantwortung.

Denken Sie an die positiven Aspekte der Präsentation:

  • „Ich habe mich optimal auf die Präsentation vorbereitet.“
  • „Die Präsentationstechnik habe ich ausgiebig getestet. Alles funktioniert einwandfrei.“
  • „ Die Zielgruppe ist mir bekannt. Fachlich kann mich niemand in Bedrängnis bringen.“
  • „Ich habe mich auch auf mögliche Störungen und Provokationen vorbereitet.“
  • „Ähnliche Präsentationen habe ich schon gehalten. Das Feedback war überwiegend positiv.“
  • „Ich habe meinen Start genau geplant und geübt.“
  • „Ich habe etwas zu sagen und bin voll davon überzeugt.“
  • „Ich bleibe gelassen und gebe mein Bestes, zu dem ich fähig bin.“
  • „Und wenn nicht alle zufrieden sind, kann ich damit leben. Denn ich kann es nicht allen recht machen.“

Zusammenfassung

  • Es ist so, dass selbst hoch veranlagte Präsentationsprofis vor ihrem Auftritt feuchte Hände bekommen.
  • Ehrgeizige Redner haben einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Präsentation, das bringt zusätzliche Spannungen.
  • Die beste Therapie gegen Nervosität und Lampenfieber ist eine sorgfältige Vorbereitung.
  • Gehen Sie nie in eine Präsentation, die Sie schon öfter gehalten haben und denken, das mache ich mit Links.
  • Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten.
  • Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden.
  • Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung.
  • Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind.
  • Offene Gesten suggerieren Offenheit.
  • Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum.
  • Schauen Sie zu Beginn, die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit.

Zuhörer beeindrucken

Der spannende Aufbau einer Präsentation

Leseprobe aus dem Buch: Mitreißend und spannend präsentieren

5.1 Der zündende Start, der mobilisierende Schluss

Worauf es ankommt

Der erste Eindruck des Redners ist entscheidend für den gesamten Ablauf der Präsentation. Einen schwachen Start können Sie nur noch sehr schwer wieder kompensieren, auch wenn Sie sich in der Präsentation steigern.

In den ersten Minuten haben Sie auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer.

Die sind darauf gespannt, was für ein Typ Sie sind. Wie Sie reden, wie Sie sich geben, was Sie so drauf haben. Wenn Sie jetzt Fehler machen, dann wirken die besonders stark. Mehr als die Fehler im Laufe der Präsentation.

Der Schluss Ihrer Präsentation gibt Ihnen noch mal eine Chance, mit einem guten Gesamteindruck abzuschliessen. Das ist nicht so einfach zu realisieren. Profis verlassen sich darum nicht auf spontane Eingebungen, sie planen den Anfang und den Schluss ihrer Präsentation. Die Kernsätze und Kernaussagen lernen sie auswendig.

5.2 Die wichtigsten Gründe für einen zündenden Start

Sofortige Aufmerksamkeit

Mit einem eleganten oder originellen Start gewinnen Sie sofort die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer. Sie sind gespannt, was jetzt alles kommt. Achten Sie darauf, althergebrachte und konventionelle Rituale bei Ihrer Eröffnung zu vermeiden: „Ich freue mich, heute zu Ihnen zu sprechen …sülz ….“

Selbstvertrauen wird aufgebaut

Gelingt Ihr Start, dann fegt er recht schnell die letzten Wolkenfetzen Ihrer Nervosität weg. Die innere Unruhe transformiert sich zu Dynamik. Jetzt gelingt Ihnen auch der weitere Verlauf der Präsentation, weil Sie über die notwendige Selbstsicherheit verfügen.

Positive und negative Beispiele

Positive Starter sind: Zitate, Analogien, Anekdoten oder rhetorische Fragen.

Negative Starter sind: Konventionelle Begrüßungsformeln und Feststellungen, die alle wissen: „Guten Tag, meine Damen und Herren. Ich freue mich, dass Sie mir heute …blah, blah“. „Wir sind heute zusammengekommen, um …“. „Hiermit möchte ich unsere Veranstaltung eröffnen und ….laber, laber“

5.3 Die wichtigsten Gründe für einen mobilisierenden Schluss:

Was hängen bleibt

Der Schluss ist zwar das Ende Ihrer Präsentation aber keinesfalls das Ende für Ihre Argumentation.

Die Suggestivkraft vieler Argumente wirkt erst nach einiger Zeit bei den Zuhörern.

Formulieren Sie Ihre Schlusssätze besonders sorgfältig, denn wenn der Schluss gelungen ist, erscheint das vorher Gesagte in einem noch besseren Licht. Umgekehrt macht dagegen ein misslungener Schluss Ihre ganze Präsentation wieder kaputt.

Vorschläge für einen guten Schluss

  1. Fassen Sie den Inhalt mit klaren Worten kurz und kompakt zusammen.
  2. Wiederholen Sie die wichtigsten Argumente in einer sprachlich variierten Form.
  3. Fordern Sie die Zuhörer zum Handeln auf. Sprechen Sie ihnen Mut zu.
  4. Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit.
  5. Beenden Sie Ihre Präsentation mit eine Zitat oder einer kurzen Story.

5.4 AIDA

Gestaltungshilfe

AIDA ist eine leicht zu merkende Methode, die Sie dabei unterstützt, Ihre Präsentation klar zu strukturieren und spannend zu gestalten.

A = Origineller Aufhänger

Da für gibt es einige Möglichkeiten:

  • Zitat. Legen Sie sich eine Zitatensammlung an. Wählen Sie für jede Präsentation das passende Zitat aus.
  • Beschreibung eines Problems. Verbunden mit dem Hinweis, dass Sie im Laufe der Präsentation einige Lösungsmöglichkeiten vorstellen werden.
  • Aktuelles Ereignis: „Heute morgen habe ich in der XY-Presse folgendes gelesen ….“
  • Anekdote
  • Rhetorische Frage

I = Information über Nutzen, Ziele, Struktur

Sie geben einen Überblick über den

  • Ablauf der Präsentation,
  • welche Ziele damit erreicht werden sollen,
  • welchen Nutzen die Zuhörer davon haben werden.

D = Souveräne Darstellung

  • Sie beherrschen die freie Rede und die dazu passende Gestik.
  • Sie achten bei der Wortwahl darauf, dass Sie hauptsächlich Begriffe verwenden, die Ihr Publikum versteht.
  • Sie präsentieren eine klare Gliederung.

Beispiele: Ausgangssituation, Soll-Situation, der Weg zur Realisierung.

Oder: Problem, Ursache, Auswirkung, Problemlösung .

  • Sie kontern Angriffe und Störungen locker und humorvoll mit Schlagfertigkeit.
  • Sie haben eine angenehme Tonlage und modulieren Ihre Stimme und Sprache.
  • Sie modulieren Ihr Sprechtempo.

A = Abschluss

Was Sie zum Abschluss sagen, bleibt am längsten im Gedächtnis der Zuhörer hängen. Mit einem guten Abschluss können Sie sogar eine mittelmäßige Präsentation noch retten. Die bewährtesten Methoden sind:

  • Zusammenfassung der wesentlichen Punkte.
  • Aufforderung zur Umsetzung der präsentierten Inhalte.
  • Zitate und Storys.

Zusammenfassung

  • Der erste Eindruck des Redners ist entscheidend für den gesamten Ablauf der Präsentation.
  • In den ersten Minuten haben Sie auf jeden Fall die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer.
  • Der Schluss Ihrer Präsentation gibt Ihnen noch mal eine Chance, mit einem guten Gesamteindruck abzuschliessen.
  • Positive Starter sind: Zitate, Analogien, Anekdoten oder rhetorische Fragen.
  • Negative Starter sind: Konventionelle Begrüßungsformeln und Feststellungen, die alle wissen.
  • Die Suggestivkraft vieler Argumente wirkt erst nach einiger Zeit bei den Zuhörern.
  • Legen Sie sich eine Zitatensammlung an. Wählen Sie für jede Präsentation das passende Zitat für den Start aus.
  • Anfang und Schlusssätze Ihrer Präsentation lernen Sie auswendig.

Visuelle Unterstützung bei der Präsentation

So wird bei einer Präsentation die Information aufgenommen

Am intensivsten nehmen wir die Informationen auf, die wir sehen. Das macht stolze 75% der Aufnahmefähigkeit aus.

Darum sollen wir bei unseren Präsentationen immer daran denken, wichtige Inhalte visuell darzustellen.

Es muss nicht zwingend das perfekte Foto sein. Auch nicht die perfekte Zeichnung, dargestellt per Powerpoint. Interessant ist, was gewiefte Taktiker herausgefunden haben: Eine handschriftliche Skizze auf dem Flipchart (auch wenn sie nicht so schön und perfekt aussieht) hat eine hohe Wirkung auf die Aufnahmebereitschaft der Zuhörer.

Vor allem dann, wenn die Zuhörer bei der Entstehung der Skizze mit einbezogen werden. sie sind dann in der Lage, den Gedankengang von der Entstehung bis zu dem Ergebnis nachvollziehen zu können.

An zweiter Stelle kommt das Hören mit 15%. Das ist schon so viel weniger, dass wir uns immer Gedanken machen sollten, wie wir durch Visualisierungen in jeder Gesprächssituation unsere Inhalte nachhaltiger kommunizieren.

Es ist erschreckend, wie oft wir uns darauf verlassen, dass das nur gesprochene Wort, der Sachinhalt, auch wirklich ein zu eins bei dem Empfänger ankommt. Ein fataler Irrtum.

Lampenfieber und weiche Knie

Muss es Ihnen peinlich sein, wenn Sie Lampenfieber vor einer Präsentation haben?

Nein! Auch Profis können darunter leiden. Es ist in der Praxis so, dass selbst hoch veranlagte Präsentationsprofis vor ihrem Auftritt feuchte Hände bekommen. Ehrgeizige Redner haben einen hohen Anspruch an die Qualität ihrer Präsentation. Dadurch leiden sie an zusätzlicher Spannungen.

Was hilft gegen Spannung und Lampenfieber?

Zunächst sollten Sie ehrlich zu sich sein und sich eingestehen, dass Sie aufgeregt sind. Die beste Therapie gegen Nervosität und Lampenfieber ist immer noch eine sorgfältige Vorbereitung. Gehen Sie nie unvorbereitet in eine Präsentation, die Sie schon öfter gehalten haben und denken, das mache ich mit Links. Das geht fast immer in die Hose.

Nervosität und Stress vor einer Präsentation animiert den Körper, ungünstige Stoffwechselprodukte in unser Blut einzuleiten. Atmen Sie dagegen an. Durch die richtige Atmung, die Bauchatmung, nehmen Sie mehr Sauerstoff auf, dadurch werden diese ungünstigen Stoffwechselprodukte gebunden und über die Lunge wieder ausgeschieden. Praktizieren Sie die muskuläre Spontanentspannung, wann immer Sie die Gelegenheit dazu haben.

Verspannte Referenten haben keine oder eine ungünstige Körpersprache. Also, tun Sie so als ob Sie nicht aufgeregt sind. Zeigen Sie mutig Ihre Hände, auch wenn Sie aufgeregt sind. Offene Gesten suggerieren Offenheit.

Starten Sie professionell

Blicken Sie am Anfang Ihrer Präsentation schweigend in das Publikum. Schauen Sie zu Beginn die freundlich blickenden Menschen bevorzugt an. Das stabilisiert Ihre Selbstsicherheit. Finden Sie Ihre ideale Tonlage (Indifferenzlage) heraus. In der idealen Tonlage klingt Ihre Stimme am angenehmsten.

Wie gehen Sie mit sich um?

Seien Sie nie zu kritisch sich selbst gegenüber. Registrieren Sie die vielen kleinen Erfolgserlebnisse und belohnen Sie sich dafür. Sprechen Sie mit Respekt und Achtung positiv mit sich. Die Methode der positiven Selbstgespräche ist wirksamer für unser Selbstwertgefühl, als die meisten Leute denken.

Unser Gehirn registriert ganz genau, wie wir mit uns sprechen und führt unsere Befehle aus.

Machen Sie sich Mut. Denken Sie an die positiven Aspekte der Präsentation.

Literaturhinweise

Die Wahl des geeignetsten Präsentationsmediums

Mit welchen Medien wollen Sie präsentieren?

Oft haben es die Zuhörer lieber, wenn Sie mit wenig technischen Hilfsmittel präsentieren. Profis wissen, dass vorrangig ihre Persönlichkeit, ihre Präsenz bei dem Publikum die Meinung bildet. Audiovisuelle Hilfmittel können Ihnen nie die Arbeit abnehmen. Sie stehen im Mittelpunkt der Präsentation. Wenn Ihre Sprache und Körpersprache nicht stimmt, dann hilft auch nicht das innovativste Präsentationsmedium!

Eine Präsentation mit Laptop und Beamer ist nur dann sinnvoll, wenn Sie sehr viel mit Tabellen, Computerdiagrammen, Fotos und Grafiken arbeiten wollen. Verwenden Sie viel Grafiken, Bilder und wenig Text.

Bleiben Sie auf dem Teppich

Viele Präsentationen mit Beamer sind zu bunt, zu textlastig und überladen mit beweglichen Elementen. Die wuchtigen Möglichkeiten einer Beamerpräsentation führen heute oft zu unerwünschten Nebenwirkungen. Der Zuhörer schaltet auf „Kino gucken“ und wird gedanklich passiver. Er konsumiert, statt wach und aktiv dabei zu sein.

Lesen Sie nicht Ihre Charts ab! Die projizierten Charts haben nur die Aufgabe, Ihre Worte zu verstärken, nicht zu wiederholen.

Geben Sie keine schriftlichen Unterlagen während der Präsentation heraus.

Bauen Sie keine Mickey-Mouse oder Amateur-Bilder ein. Verwenden Sie professionelle Fotos, notfalls von sogenannten Foto-Stocks.

Sound-Effekte bitte sparsam benutzen.

Wenn Ihre Präsentation 30 Minuten dauern soll, dann bringen Sie maximal 10 bis 12 Charts zum Einsatz.