Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, ständig an sich zu arbeiten

Es gibt keine Stagnation

Alleine zur Erhaltung des Status quo bedarf es schon entsprechende Anstrengungen. Von alleine funktioniert nur der Verfall. Denn die Gesetzmäßigkeit der Natur zeigt uns jeden Tag: entweder wir entwickeln uns vorwärts oder rückwärts. Eine Stagnation gibt es in Wirklichkeit nicht.

Die Erkenntnis daraus ist:

Wir sind dazu verpflichtet, jeden Tag permanent um Verbesserung bemüht zu sein. Vor allem zu erst bei uns selbst. Erforderlich sind Verbesserungen bezüglich unseres körperlichen und geistigen Leistungsvermögens und Verbesserung unseres Arbeitsverhaltens. Dazu gehört auch die Optimierung unserer Eigenorganisation, mit dem Ziel, in der verfügbaren Zeit effizienter zu sein.

Langfristig erfolgreiche Unternehmen gründen ihren Erfolg nicht nur auf große Innovationen, sondern viel stärker auf beständige Verbesserung der Produkte, Arbeitsabläufe, Prozesse und der Qualität der Mitarbeiter in kleinen Schritten.

Jeder Mitarbeiter, auch wenn er noch so erfahren und erfolgreich ist, besitzt genügend Unwuchten, an denen kontinuierlich verbessert werden kann.

Konzentrieren Sie sich als Manager primär darauf, Ihre Mitarbeiter permanent und mit höchster Sensibilität in ihrer Entwicklung zu beobachten. Das bringt mehr als das Herumsitzen in Meetings. Dann werden Sie jeden Ihrer Mitarbeiter spezifisch und auf den Punkt genau zu der erwünschten Mehrleistung coachen können.

Denken Sie immer daran: Sie sind nicht Vorgesetzter geworden, damit Sie der sind, der die meiste Arbeit hat und die wenigste Zeit. Ihr Erfolg hängt von der Leistungsstärke Ihres Teams ab.

Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, ständig an sich zu arbeiten. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, nur dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie Ihnen folgen.

Dulden Sie keinen in Ihrem Team, der den Standpunkt einnimmt, ihm sei nichts mehr beizubringen. So ein Mitarbeiter ist gedanklich schon mit einem Bein im Ruhestand und wird nur das leisten, was er unbedingt leisten muss. Mehr nicht.

Der Mensch ist von der Natur so ausgestattet, dass er bis in das hohe Alter dazulernen kann und geistig beweglich sein kann, wenn er will.

Zu glauben, alles schon zu wissen und zu können ist entweder Dummheit oder eine Schutzbehauptung, mit der einige Mitarbeiter ihre Komfortzone absichern um nichts Neues lernen zu müssen. Denn das ist unbequem. Sie brauchen aber Mitarbeiter, die in einer Vorwärtsbewegung sind und hungrig nach Erfolg.

Sie können nur mit Menschen erfolgreich sein, die bereit sind, ein Leben lang zu lernen und sich immer auf veränderte Situationen einzustellen.

Managementtugend Sachlichkeit

Es gelingt nicht immer, sachlich zu bleiben

Auch wenn es schwer fällt, dürfen Sie mit unbedachten, spontanen Äußerungen nie verletzend wirken. Vor allem in konfliktträchtigen Situationen, die im vertrieblichen Arbeitstag immer wieder vorkommen werden, halten Sie sich bewusst mit zu schnellen Werturteilen und Angriffen konsequent zurück. Zählen Sie lieber innerlich immer bis 10, bevor Sie Ihre Antwort oder Ihr Statement formulieren. Das genügt meist, um die spontan nach vorne drängende emotionale Reaktion nicht dominieren zu lassen.

Bereits Sokrates forderte die Menschen auf: „erkenne dich selbst!“ Damit ist gemeint, dass wir uns der eigenen Gefühle bewusst werden, und zwar genau in dem Augenblick, in dem sie auftreten. Wenn Sie in einer Konfliktsituation wütend werden, dann sagen Sie sich, dass Wut ein bewusstseinverengender Zustand ist. Er reduziert Ihr Wahrnehmungsvermögen und damit Ihre Urteilskraft. Das macht Sie schwächer! Wollen Sie das?

Sie machen eine Rüge nicht zu einer persönlichen Angelegenheit. Sie rügen ein Fehlverhalten – nicht die Person. Beschreiben Sie das Fehlverhalten klar und unmissverständlich, aber greifen Sie die Person nicht an. Wer einen Fehler gemacht hat ist deshalb nicht fehlerhaft. Sprechen Sie über Kritikpunkte immer unter 4 Augen. Beschreiben Sie präzise das Problem, sagen Sie pragmatisch was Sie stört und schlagen Sie einige Lösungsmöglichkeiten vor.

Die Art und Weise, wie Sie als Verkaufsleiter Kritik artikulieren, bestimmt sehr nachhaltig, wie zufrieden Ihre Mitarbeiter mit Ihrem Job und mit Ihnen als Vorgesetzte sind.

Literaturtipps