Eine eigene Meinung haben

Meinungsbildner sind immer die Vormacher

Vormacher sind aber nur die wenigsten von uns. Der Rest gehört zu den Nachmachern. Sie orientieren sich gerne an der Mehrheitsmeinung. Ist das nicht ein Widerspruch? Jeder will doch als selbstbestimmter Mensch gelten, der sich auch an eigenen Grundsätzen und Maßstäben orientiert.

Da das aber in der Alltagsrealität für die meisten Zeitgenossen zu mühevoll und stressig durchzuhalten ist, bleiben sie, wenn es darauf ankommt, lieber in ihrer kuscheligen Komfortzone.

Prinzip der sozialen Bewährtheit

Die Ursache für dieses Verhalten liegt im Prinzip der sozialen Bewährtheit.

Es besagt, dass Menschen, um sich eine Meinung zu bilden oder einen Standpunkt einzunehmen, beobachten, was andere in dieser Situation tun.

Viele Menschen denken, dass es nicht falsch sein kann, wenn viele andere auch das gleiche denken. Sicher, es kann richtig sein, aber wir haben auch genug Beispiele in der Historie, wo die Mehrheitsmeinung falsch war.

Besonders stark ist die Neigung, eine Meinung von jemanden anzunehmen, der einem selbst ähnlich erscheint.

Literatur