Der ideale Manager – ein Hirngespinst der Managementtheoretiker

Das Produkt von Publikationen und bunten Magazinen

Den Idealtyp des Managers ist ein Kunstprodukt, das mit dem realen Leben nicht vereinbar ist. Es kommt hauptsächlich in Medien oder Seminaren vor, oder in Persönlichkeitstests die meist wissenschaftlich nicht fundiert sind. Wir finden den idealen Manager in den zahlreichen Publikationen im Markt der bunten Managementmagazine oder in den Hirnen der Managementtheoretiker. Wie oft haben wir gelesen, dass ein Manager, vor nicht langer Zeit noch zum „Manager des Jahres“ gekürt, in Schande vom Hof gejagt wurde, weil er in seinem Unternehmen mehr Schaden als Nutzen angerichtet hatte?

Dieses praxisferne, vereinfachende Idealbild des erfolgreichen Managers wird dabei auch immer wieder von Trends, Mainstreamdenken und wechselnden modischen Bewegungen beeinflusst. Auch aktuelle politische Entwicklungen und das Medienecho spielt bei der Meinungsbildung aktiv mit (Klima). Über das Thema Management reden Leute mit, die selbst keinerlei Erfahrung in der Menschen- und Unternehmensführung haben (Journalisten). Der Mensch ist in seiner Persönlichkeit einfach zu vielschichtig strukturiert, als dass er in eine bestimmte Schublade passt. Der pragmatische, ernsthafte Mensch tagsüber ist abends in geselliger runde plötzlich ein Entertainer, oder viele der weltbesten Komiker sind privat ernste und mürrische Zeitgenossen (Jerry Lewis). Also seien wir auf der Hut, wenn wir einen Menschen beurteilen!

Eine Gemeinsamkeit gibt es

Aber eines ist dennoch bei allen unterschiedlichen Managementtypen zu beobachten: Sie denken immer positiv und konstruktiv. Sie achten auch bewusster als andere darauf, dass sie diese Eigenschaften immer wieder kultivieren. Denn sie wissen, dass positives Denken jeden Tag immer wieder neu erkämpft werden muss. Das negative Denken fliegt uns automatisch zu (wie Unkraut im Garten) und dominiert unseren Alltag, wenn wir nicht aktiv etwas dagegen tun. Und das täglich, ohne nachzulassen!

Wenn kluge Köpfe irren

Immer wieder leistet sich das Management kostspielige Fehler

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Nach diesem Motte handeln immer noch einige Führungskräfte. Statt sich intensiver mit den Ansichten und Vorschlägen der eigenen Mitarbeiter zu befassen, wird zu gerne Rat von aussen gesucht. Dieser Rat ist immer eines: teuer! Ob er auch sinnvoll ist, lässt sich nicht immer sagen. Auf jeden Fall leben die Beraterfirmen gut davon.

Vorschläge und Warnungen von den Mitarbeitern aus den eigenen Reihen werden ignoriert.  Die Kunden werden oft aufgefordert, ihr Feedback zu Produkten und Service zu geben. Aber die Praxis zeigt: auf Anregungen aus dem Kundenkreis reagiert nur die Basis und die untere Führungsebene. Nach oben dringt nichts (wie früher in der DDR).

Das wird gerne vom Management falsch gemacht

  1. Delegation bleibt meist ein Papiertiger. Verantwortung wird ungern delegiert.
  2. Das Management leistet sich zu viele unproduktive Stabstellen, Assistenten und Koordinatoren.
  3. Personalentwicklung wird fahrlässig in die Hände von Theoretikern und Referenten ohne Praxisbezug (Berufseinsteiger!) gelegt. Die Personalentwicklung scheint ein Feld zu sein, auf dem es zu wenig Trophäen zu gewinnen gibt.
  4. Abteilungsdenken bestimmt ungehindert das Tagesgeschäft. Die Qualität der internen Kommunikation wird nicht gesichert. Viele Mitarbeiter sind schlecht informiert. Die Gefahr dabei ist: wo Informationen fehlen, entstehen Gerüchte.

 

Den idealen Manager wird es nie geben

Der Idealtyp des Managers ist ein Kunstprodukt

Mit dem realen Leben und dem betrieblichen Alltag ist dieses Bild unvereinbar. Woher kommt die Vision eines Idealtyps? Es kommt hauptsächlich in Lehrbüchern vor, in Persönlichkeitstests (die meist wissenschaftlich nicht fundiert sind), in den zahlreichen Publikationen im Markt der bunten Managementmagazine oder in den Hirnen der Managementtheoretiker. Wie oft haben wir gelesen, dass ein Manager, vor nicht langer Zeit noch zum „Manager des Jahres“ gekürt, in Schande vom Hof gejagt wurde, weil er in seinem Unternehmen mehr Schaden als Nutzen angerichtet hatte?

Dieses praxisferne Idealbild wird dabei auch immer wieder von Trends, Mainstreamdenken und wechselnden modischen Bewegungen beeinflusst. Hier reden Leute mit, die selbst keinerlei Erfahrung in der Menschen- und Unternehmensführung haben (Journalisten). Der Mensch ist in seiner Persönlichkeit einfach zu vielschichtig strukturiert, als dass er in eine bestimmte Schublade passt. Der pragmatische, ernsthafte Mensch tagsüber ist abends in geselliger runde plötzlich ein Entertainer, oder viele der weltbesten Komiker sind privat ernste und mürrische Zeitgenossen (Jerry Lewis). Also seien wir auf der Hut, wenn wir einen Menschen beurteilen!

Was haben die guten Manager gemeinsam?

Eines ist dennoch bei allen unterschiedlichen Managementtypen zu beobachten: Sie denken immer positiv und konstruktiv.

Sie achten auch bewusster als andere darauf, dass sie diese Eigenschaften immer wieder kultivieren. Denn sie wissen, dass positives Denken jeden Tag immer wieder neu erkämpft werden muss. Das negative Denken fliegt uns automatisch zu (wie Unkraut im Garten) und dominiert unseren Alltag, wenn wir nicht aktiv etwas dagegen tun. Und das täglich, ohne nachzulassen!

Literaturtipps