Selbstannahme: Das macht uns stärker

Machen wir uns unabhängiger von dem Feedback der anderen

Wenn wir uns selbst annehmen, hat das einen direkten Einfluss auf unsere Selbstachtung und unser Selbstwertgefühl. Und zwar einen äußerst positiven! Erst durch die Selbstachtung sind wir zur konstruktiver Selbstkritik in der Lage. Wir entwickeln mit einer gesunden Selbstachtung auch den Sinn für mehr Gelassenheit, Humor und Freude am Leben.

Genz wichtig: Erst wenn wir uns selbst akzeptieren und lieben können, sind wir auch fähig, andere zu akzeptieren und zu lieben.

Wenn die Selbstannahme unterentwickelt ist, suchen wir ständig nach Anerkennung und Bestätigung durch andere. Unsere Motivation ist dann stark davon abhängig, was andere von uns denken und welches Feedback wir von außen erhalten. Das ist eine äußerst instabile Situation.

Wir erleben alle tagtäglich, wie schwer sich andere (und wir) tun, ein kostruktives, positives Feedback zu formulieren. Wollen wir davon abhängig sein?

Feedback: Bringt uns das immer etwas?

Müssen wir immer wissen, was andere Leute denken?

Nein! Feedback kann nur subjektiv sein, denn jeder Mensch nimmt die Dinge unterschiedlich wahr. Er interpretiert sie mit seinen aktuell dominanten Glaubenssätzen.

Wer sich immerzu darüber Gedanken macht, was andere Menschen über ihn und seine Handlungen denken, der vergeudet zu viel Energie an falscher Stelle. Und was noch viel gravierender ist: Er gibt anderen die Macht über sein eigenes Handeln.

Natürlich sollten Sie sich dem Feedback durch andere nicht verschliessen. Denn bei all der Subjektivität ist immer etwas Brauchbares dabei.  Interessant ist, dass die erfolgreichen Menschen unserer Zeit, wie Bill Gates, Jeff Bezos oder Richard Branson hauptsächlich auf ihr eigenes Urteilsvermögen vertrauen.

Ihre Überzeugung von dem, was sie tun ist so stark, dass ihr Selbstwertgefühl nicht von äußeren Einflüssen abhängt.

Wie ich als Manager Feedback annehme

Auch Feedback annehmen will gekonnt sein

Als Verkaufsleiter erhalten Sie Feedback von Ihrem Vorgesetzten und auch in bestimmten Fällen von Ihren Mitarbeitern oder Kollegen. Hier ist Ihre Vorbildfunktion bei der Annahme des Feedbacks gefordert. Ihre Mitarbeiter beobachten sehr genau, wie Sie mit Feedback und Kritik umgehen. Das gibt Ihnen eine gute Gelegenheit, um eine Vorbildfunktion auszuüben.

Wie sollen Sie dabei beachten?

  • Den Feedbackgeber immer ausreden lassen.
  • Ist im erhaltenen Feedback etwas unverständlich oder nicht ohne weiteres nachvollziehbar, stellen Sie Klärungsfragen: „Können Sie das bitte noch genauer erläutern? Ich habe es noch nicht ganz verstanden.“

  • Nicht sofort reagieren. Spontane Reaktionen, besonders bei negativem Feedback, verleiten zur Unsachlichkeit und Leugnung: „Also das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen …!“ „Da irren Sie sich aber …!“

  • Es empfiehlt sich, Feedback erst mal sacken zu lassen und sich die Zeit nehmen, darüber nachzudenken. Habe ich alles so verstanden, wie es der Feedbackgeber gemeint hat? Bin ich gegenwärtig in der Lage, sachlich darüber nachzudenken oder dominieren noch die Emotionen?

  • Versuchen Sie, Feedback realistisch und pragmatisch zu betrachten. Es ist nichts anderes als die persönliche, individuelle Meinung des Feedbackgebers. Sie kann richtig sein, oder auch falsch. Eine andere Person könnte eine andere Sichtweise haben und zu einem anderen Feedback kommen.

  • Nehmen Sie sich ruhig Zeit, um über den Nutzen des erhaltenen Feedbacks nachzudenken. Fragen Sie sich: was kann ich davon annehmen und was nicht?

Nur die Oberflächigen kennen sich selbst.“ Oscar Wilde

  • Keine Rechtfertigung äußern („Mache ich normalerweise nicht, aber….), Rechtfertigung wird immer als ein Zeichen von Schwäche ausgelegt! Starke Persönlichkeiten stehen zu ihren Schwächen oder Fehlern, weil sie wissen, dass sie genug Stärken haben.buchvl