Achtsamkeit macht uns besser und leistungsfähiger

So profitieren wir von der Achtsamkeit

  • Wir finden schneller den Zugang zu unseren inneren Ressourcen. Zu der gewaltigen Kraft, die in uns schlummert.
  • Wir sind in der Lage, qualifiziertere Entscheidungen zu treffen.
  • Unser Selbstbewusstsein steigert sich.
  • Wir werden mutiger und setzen uns anspruchsvollere Ziele.
  • Wir sind gegenüber Stresssituationen und widrigen Umstände stabiler gewappnet. Uns schmeißt so schnell nichts um!
  • Wir sind ungünstigen Stimmungen und chaotischer Gedankenströmen (Nachts, Schlafräuber) nicht mehr ausgesetzt.
  • Wir finden leichter unser inneres Gleichgewicht. Dadurch wirken wir auf andere gelassener und souveräner.
  • Wir besiegen immer mehr unsere Hast und Ungeduld.

Achtsamkeit erhöht unsere Lebensqualität

Mehr Lebensqualität durch Achtsamkeit

„Unser wahres Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick. Wenn wir wirklich im gegenwärtigen Augenblick leben, verschwinden unsere Sorgen und Nöte und wir entdecken das Leben mit all seinen Wundern.
“ Thich Nhat Hanh

Ist Achtsamkeit ein Modetrend?

Nein! Achtsamkeit (Mindfulness) ist auch kein esoterischer Hokuspokus. Die Suche nach Achtsamkeit bewegt Menschen schon seit Generationen. Einigen gelingt es, andere bemühen sich ein ganzes Leben danach. Der US-Mediziner, Professor der Molekularbiologie, Jon Kabat-Zinn ist der bekannteste Kopf der Achtsamkeitstheorie. Er trennte die Achtsamkeitsübungen aus dem religiösen Umfeld des Buddishmus.

Seit den letzten zwanzig Jahren hat sich der Begriff der Achtsamkeit wissenschaftlich immer stärker als realitätstauglich bewiesen.

Was bedeutet Achtsamkeit?

Unter Achtsamkeit wird verstanden, die inneren und äußeren Situationen und Erlebnisse mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu empfinden. Diese Vorgänge sensibel wahrzunehmen und dabei in der Gegenwart präsent zu sein. Ganz bewusst erspüren, was gerade in diesem Moment passiert.

Das ist aber nicht so leicht. Denn unser rastloser Verstand will uns immer wieder ablenken. Die Gedanken, die über uns kommen, sind nicht ganz so objektiv und schlau. Sie sind sehr stark beeinflusst, von unseren Glaubenssätzen, Vorurteilen und von unserer Konditionierung. Das bedeutet, dass wir die augenblickliche Situation nicht so klar sehen.

Achtsamkeit erfordert von uns die volle Konzentration unserer Gedanken auf das Hier und Jetzt. Nicht auf die Vergangenheit und nicht auf die Zukunft.

Vor allem Stressabbau und die deutliche Verbesserung der Lebensqualität soll durch Achtsamkeit erreicht werden. Stress macht nicht nur krank. Stress greift auch unseren Verstand an. Unsere grauen Zellen werden durch das durch Stress ausgeschütteten Cortisol angegriffen. Gerade die für uns wichtige Hirnregion wird in ihrer Leistungsfähigkeit minimiert, die für unser Gedächtnis entscheidend ist.

Weiterhin bewirkt die Achtsamkeit, dass wir uns in unserer Empfindung eines glücklichen Lebens immer mehr von äußeren Bedingungen und Beeinflussungen unabhängig machen.

Das lernen wir noch durch Achtsamkeit

Wenn wir achtsam sind, lernen wir jede innere und äußere Erfahrung, jede Situation in der Gegenwart bewusster wahrzunehmen. Wir lernen auch, diese gegenwärtige Erfahrung ohne Vorurteile zuzulassen. Das hilft uns sehr entscheidend, neue Wege und neue Methoden auszutesten. Alte Gewohnheiten, die bisher unsere Leistung gebremst haben, werden abgebaut.

Durch Achtsamkeit lernen wir immer mehr im Hier und jetzt zu leben. Wir kosten das aus, was wir gerade machen. Der Nutzen dabei ist, durch das nicht wertende Betrachten einer Situation reduzieren wir negative Gefühle. Das ermöglicht es uns, schneller eine Lösung der Situation oder des Problems zu entwickeln.

Im Hier und Jetzt zu leben hört sich nicht sonderlich bedeutungsvoll an. Aber für die Mehrheit der Menschen ist dies nicht der Normalzustand.

Überprüfen wir uns mal selbst:

  1. Wenn wir etwas tun, werden wir immer wieder abgelenkt durch Gedanken an die Vergangenheit und Mutmaßungen über die Zukunft. Dadurch können wir uns nicht voll auf das konzentrieren, was wir tun. Unsere Gedanken schweifen immer wieder ab. Das macht uns ineffektiv.
  2. Wir sind nicht richtig im Hier und Jetzt. Wir leben das nicht richtig aus, was wir gerade tun. Statt dessen denken wir bereits an die nächsten Schritte.
  3. Viele essen und sehen dabei auf ihr Smartphone. Oder sie essen vor dem Fernseher. Das ist kein Essen und Genießen, sondern nur primitive Nahrungsaufnahme.
  4. Etliche Menschen arbeiten während sie essen. Das bedeutet, dass sie weder richtig arbeiten, noch richtig essen.
  5. Sie genießen nicht das, was sie gerade tun, sondern sind bereits auf der nächsten Baustelle. Damit entgeht uns so manch wertvoller Eindruck, von dem wir profitieren könnten.

„Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.“ Leo Tolstoi

Es lohnt sich also, das Thema Achtsamkeit genauer zu betrachten. Das Gute dabei ist: die meisten Tipps sind für jeden leicht im Alltag umzusetzen. Wie bei vielen anderen Vorhaben auch, sind wir nur dann erfolgreich, wenn wir jeden Tag konsequent achtsam sind.

Achtsamkeit beschert uns eine Fülle von nützlichen Effekten:

  • Wir finden schneller den Zugang zu unseren inneren Ressourcen. Zu der gewaltigen Kraft, die in uns schlummert.
  • Wir sind in der Lage, qualifiziertere Entscheidungen zu treffen.
  • Unser Selbstbewusstsein steigert sich.
  • Wir werden mutiger und setzen uns anspruchsvollere Ziele.
  • Wir sind gegenüber Stresssituationen und widrigen Umstände stabiler gewappnet. Uns schmeißt so schnell nichts um!
  • Wir sind ungünstigen Stimmungen und chaotischer Gedankenströmen (Nachts, Schlafräuber) nicht mehr ausgesetzt.
  • Wir finden leichter unser inneres Gleichgewicht. Dadurch wirken wir auf andere gelassener und souveräner.
  • Wir besiegen immer mehr unsere Hast und Ungeduld.

Achtsamkeit: Innehalten

Was bringt uns das Innehalten?

Innehalten ist eine sehr hilfreiche Methode für den Stressabbau. Es ist ein wesentliche Bestandteil der Achtsamkeit.

Das bedeutet, dass wir immer wieder inmitten unserer Aktivitäten stoppen. Wir schalten um von Aktivität auf Nichtstun. Wir konzentrieren uns darauf, nur noch unseren Atem zu spüren. Damit kommen wir in hektischen Momenten wieder zur Besinnung und bauen Stress ab.

Wir registrieren unsere Stimmungen und Gefühle. Wir nehmen wahr, welche Signale unser Körper und unser Geist von sich gibt. Wir vermeiden aber, dass diese Emotionen uns dominieren und uns antreiben. Wir lassen los und gewinnen unsere innere Ruhe.

Wenn wir unsere Gelassenheit wieder hergestellt haben, dann arbeiten wir weiter. Wir sind jetzt leistungsfähiger.

Wege zur Achtsamkeit

Wie erreichen wir die Fähigkeit zur Achtsamkeit

Achtsamkeit ist heute eine enorm nützliche Fähigkeit. Sie macht uns gelassener und reduziert spürbar den Stress. Dabei werden wir leistungsfähiger, denn in der Ruhe  liegt die Kraft. Aber die meisten Zeitgenossen leben immer noch im Zeitalter der Hektik. Hyperaktivität, Multitasking und die permanente Sorge um unsere Zukunft dominieren unseren Alltag.

Hören Sie damit auf. Denn das macht Sie nur kaputt. Die Fähigkeit zur Achtsamkeit erlangen wir nicht durch Nichtstun. Sie kommt uns nicht zugeflogen. Vielmehr müssen wir täglich üben, bis wir die wichtigsten Bausteine der Achtsamkeit beherrschen.

Die ersten Schritte zur Achtsamkeit

  1. Heute teilen Sie Ihre Zeit genau ein und arbeiten nur nach dieser Einteilung. Hüpfen Sie in Ihren Aktivitäten nicht hin und her. Lassen Sie sich von Ihrem Tagesplan nicht ablenken. Dadurch arbeiten Sie strukturierter und schneller.
  2. Heute denken Sie nicht an gestern und nicht an morgen. Sie leben einzig allein im Hier und Jetzt! Was gestern war ist vorbei. Daran können Sie nichts mehr ändern. Was morgen sein wird, wissen Sie nicht wirklich. Es können Dinge passieren, die Sie heute noch nicht einmal ahnen. Aber den heutigen Tag mit seinen Herausforderungen haben Sie voll im Griff.
  3. Heute trainieren Sie Ihren Geist, lernen etwas Neues. Fangen Sie an, eine Fremdsprache zu lernen. Das ist immer ein gutes Gehirntraining.
  4. Heute trainieren Sie Ihren Körper. Tägliches Treppensteigen, ein strammer Spaziergang, etwas Muskeltraining. Die täglichen kleinen Einheiten zeigen mittelfristig eine große Wirkung. Das ist zielführender, als sich 2 mal in der Woche zu quälen.
  5. Heute meiden Sie Eile und Unentschlossenheit. Streben Sie innere Ruhe an. Nehmen Sie immer sofort den Fuss vom Gas, wenn Sie merken, dass Sie unruhig werden.
  6. Heute lassen Sie nur konstruktive Gedanken zu. Konstruktiv zu denken macht nicht mehr Mühe, als negativ zu denken.

Wie Achtsamkeit nicht funktioniert

In welchen Situationen sind wir nicht achtsam?

Es gibt mittlerweile genügend Informationen zu dem Thema Achtsamkeit. Es wimmelt von vielen brauchbaren und manchmal auch unbrauchbaren Tipps. Die folgenden 5 Punkte zeigen Ihnen, wie Ihr Bestreben nach Achtsamkeit zerstört wird. Also machen Sie das Gegenteil. Dann sind Sie auf dem richtigen Pfad zur Achtsamkeit.

  1. Wir sind dabei, gewohnheitsmäßig und mit Routine unsere Arbeit ausführen. Die Gefahr der Ablenkung ist hier sehr groß. Wir behandeln die Aufgaben nicht mit der gebotenen Konzentration.
  2. Wir sind an der Lösung einer wichtigen Aufgabe, lassen aber sorgenvolle Gedanken zu. Achtsamkeit bedeutet, dass wir nicht über zukünftige Dinge (ungelegte Eier) und Probleme grübeln, während wir etwas erledigen wollen.
  3. Wir leben immer wieder in der Vergangenheit. Wir denken an vergangene Erlebnisse. Uns über Vergangenes zu ärgern, ist wie Sägemehl sägen.
  4. Wir haben uns angewöhnt, geistesabwesend und mechanisch essen. Einen Genuss dabei erleben wir nicht.
  5. Falsch ist, wenn wir mehrere Aufgaben auf einmal erledigen wollen. Wenn wir uns überlastet fühlen. Ständig abgelenkt werden und Störungen zulassen.

Achtsamkeit muss bewusst erarbeitet werden

Mit diesen 7 Methoden trainieren Sie Ihre Achtsamkeit

Achtsamkeit wird heute als eine sehr wichtige Eigenschaft beurteilt. Durch Achtsamkeit können wir ein besseres Leben führen. Wir können im Beruf noch erfolgreicher werden, ohne uns dabei zu sehr zu stressen. Mit diesen 7 Methoden gelingt Ihnen ein Schritt zu mehr Achtsamkeit.

  1. Spüren Sie bewusst Ihre Atmung.
  2. Alle Gedanken, die uns dabei unaufgefordert zugeflogen kommen, wie mit einem Tennisschläger wegschlagen. Den beruhigen Rhythmus der Atemzüge auskosten. Die Beobachtung unseres Atems stimuliert den Parasympatikus. Dies ist der Part unseres vegetativen Nervensystems, der für die innere Ruhe und Entspannung verantwortlich ist.
  3. Innehalten. Immer wieder inmitten unserer Aktivitäten stoppen. Von Aktivität auf Nichtstun umschalten und nur noch den Atem spüren. Damit kommen Sie in hektischen Momenten wieder zur Besinnung und bauen Stress ab.
  4. Achtsamkeit nach dem Aufwachen. Bleiben Sie nach dem Aufwachen einen Moment liegen. Versuchen Sie jeden Bereich Ihres Körpers zu spüren (Bodyscan). Damit programmieren Sie sich bereits für den Achtsamkeitsmodus des vor Ihnen liegenden Tages.
  5. Hören Sie immer wieder im Laufe des Tages in sich hinein: Was spüren Sie, was bewegt Sie, was ärgert Sie, was erfreut Sie? Wie ist Ihre Körperhaltung, sind Sie locker oder verspannt?
  6. Essen und trinken Sie achtsam! Versuchen Sie, das Essen und Trinken zu geniessen, auch die einfachen Dinge. Vermeiden Sie dabei Ablenkungen. Schmecken, fühlen und riechen Sie bewusst. Essen Sie nicht so nebenher am PC, Smartphone oder Fernseher. Das ist nur eine primitive, freudlose Nahrungsaufnahme.
  7. Üben Sie sich in Dankbarkeit. Das ist ein schnell wirkendes Gegenmittel gegen Wut, Ungeduld, Trauer und Sorge. Dankbarkeit erzeugt Glücksgefühle. Es ist unmöglich, gleichzeitig glücklich und traurig zu sein. Überlegen Sie jeden Tag, wofür Sie dankbar sein könnten.
  8. Erstellen Sie eine Liste der Dankbarkeit. Sie werden angenehm überrascht sein, denn es gibt eine ganze Menge Ereignisse und Ergebnisse, für die Sie dankbar sein können!

Achtsame Menschen leben bewusst in der Gegenwart

Was ist Achtsamkeit?

Unter Achtsamkeit verstehen wir, die inneren und äußeren Situationen und Erlebnisse mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu empfinden. Diese Vorgänge sensibel wahrzunehmen und dabei in der Gegenwart präsent zu sein. Ganz bewusst zu erspüren, was gerade in diesem Moment passiert.

Achtsamkeit erfordert von uns die volle Konzentration unserer Gedanken. Die Konzentration auf das Hier und Jetzt. Nicht auf die Vergangenheit und nicht auf die Zukunft. Das ist aber nicht so leicht im Tagesablauf umzusetzen. Nur wenigen Menschen gelingt es.

In diesen 6 Situationen sind wir nicht achtsam?

  1. Wenn wir gewohnheitsmäßig und mit Routine unsere Arbeit ausführen.
  2. Wenn wir, während wir etwas machen, sorgenvolle Gedanken zulassen. Über zukünftige Dinge (ungelegte Eier) und Probleme grübeln.
  3. Wenn wir in der Vergangenheit leben. An vergangene Erlebnisse denken. Uns über Vergangenes ärgern (Sägemehl sägen).
  4. Wenn wir geistesabwesend, mechanisch essen. Keinen Genuss dabei erleben.
  5. Wenn wir mehrere Aufgaben auf einmal erledigen wollen.
  6. Wenn wir uns überlastet fühlen. Ständig abgelenkt werden und Störungen zulassen.

Fazit: Wir haben es selbst im Griff!