Geistig flexibel bleiben

Ihr Geist ist Ihr wichtigster Muskel

Das können Sie sehr gut beobachten: Etliche Menschen, die in den lang ersehnten Ruhestand wechseln, entwicklen sich geistig und damit auch körperlich zurück. Es fehlt die tägliche Herausforderung, das tägliche Training.

  • Wird der Geist nicht permanent trainiert, verkümmert er. Das passiert schneller als Sie denken! Eine Unterforderung des Gehirns zieht unweigerlich auch eine Verschlappung des Körpers nach sich!
  • Der Alltagsstress ist in der Nachbetrachtung dann doch nicht so negativ. Das betrifft den Eustress, ohne den eine eine volle Leistungsfähigkeit nicht möglich ist.Die täglichen Herausforderungen des Berufslebens fehlen auf einmal, auch wenn sie noch so banal waren.
  • Das Potenzial, das in unserem Gehirn steckt ist riesig groß. Das nutzt uns aber nichts, wenn wir es nicht kontinuierlich aktivieren. Dazu genügen auch kleine Schritte.
  • Seit unserer Geburt verfügen wir über die stattliche Ausstattung von ungefähr 100 Milliarden Neuronen.  Diese sind durch Synapsen miteinander verbunden. Die Synapsen müssen immer wieder durch Denken und Gehirntraining aktiviert werden. Sonst verkümmern sie.

Trainingsprogramm für einen fitten Geist:

  • Lesen Sie viel.
  • Lernen Sie Fremdsprachen.
  • Lernen Sie Gedichte auswendig.
  • Beschäftigen Sie sich mit Neuem, Unbekanntem. Nehmen Sie ruhig Herausforderungen an.
  • Ändern Sie bestimmte Alltagsgewohnheiten oder deren Reihenfolge. Ernähren Sie sich ausgewogen und meiden Sie Fertiggerichte. Essen Sie  mit Genuss, ohne in die Völlerei abzugleiten.
  • Probieren Sie öfter was Ungewohntes aus, experimentieren Sie.
  • Lesen Sie 1 x p. Woche eine Zeitung, die genau Ihre gegenteilige Meinung/Weltanschauung repräsentiert.
  • Ein gesunder Geist braucht auch einen gesunden Körper!

Literatur

Die Fähigkeit zur Zuversicht müssen wir uns erwerben

Zuversicht ist erlernbar

Wie jede andere Eigenschaft lässt sich Zuversicht erlernen. Zu einem Teil (ca. 35%) wird uns Zuversicht genetisch in die Wiege gelegt, zu einem deutlich größeren Teil ist sie aber erlernbar. Es ist wie das Training eines Muskels.

Ob wir eine Herausforderung positiv und lösbar betrachten, oder negativ, ist alleine unsere Entscheidung. Unser Gehirn ist Gott sei Dank so konstruiert, dass wir ein Leben lang lernen können. Die neuronale Plastizität macht uns weniger abhängig von unseren genetische Veranlagungen und den Erfahrungswerten unserer Kindheit.

Trainieren Sie sich in der Fähigkeit, bei negativen Ereignissen deren Ursachen zu analysieren. Trainieren Sie sich, alternative und zukunftstaugliche Lösungen in dem Problem zu entdecken. Jede Situation hat immer zwei Seiten, in jedem negativen Ereignis steckt auch die Chance für seine Lösung.

Ihre Fähigkeit, die Ursachen eines negativen Erlebnisses genau zu identifizieren, zu analysieren und damit zukunftsorientiert umzugehen, ermöglicht ihnen, alternative und oft auch bessere Lösungen zu erkennen

„Wir dürfen nie aufgeben, selbst wenn alles noch so schlecht aussieht, selbst, wenn wir nicht mehr daran glauben können, jemals wieder Erfolg zu haben. Es öffnet sich immer wieder eine Tür.“   

Norman Vincent Peale

Angst besiegen

Angst besiegen

Analyse der Angstgefühle

Angst entsteht nicht durch die konkrete Situation, sondern wie Sie diese Situation bewerten.

Jeder Mensch hat vor irgend etwas Angst. Manchmal sind es banale Dinge (Spinnen) aber auch ungewohnte Situationen, die bedrohlich wirken. Wovor haben Sie Angst?

5 praktisch umsetzbare Tipps helfen Ihnen, Ängste abzubauen:

  1. Die Angstsituation bewusst suchen. Wenn Sie Angst davor haben, eine Präsentation zu halten, dann nehmen Sie mutig jede Gelegenheit wahr zu präsentieren. Sie werden Angst haben und Sie werden sich trainieren, die Angst aushalten. Wenn Ihnen alleine das halbwegs gelingt, dann ist das bereits der erste Schritt, Ängste zu besiegen.
  2. Je öfter Sie sich einer Situation stellen, vor der Sie Angst haben, um so mehr bauen Sie Abwehrkräfte gegen diese Angst auf.
  3. Machen Sie nie den Fehler, Ihre Angst zu verleugnen, sondern akzeptieren sie diese als eine natürliche Funktion in Ihrer persönlichen Entwicklung. Wie bereits erwähnt, Sie sind nicht alleine damit.
  4. Betrachten Sie Ihre Ängste als wertvollen Input für unseren Reifeprozess. Sie zeigen uns die Richtung, in der wir uns weiter entwickeln sollen.
  5. Kultivieren Sie die Einstellung: „Jetzt erst recht!“ Immer wenn Sie vor einer Herausforderung stehen, die Ihnen Angst macht, sagen Sie sich: „Gerade darum packe ich es an. Mir zittern zwar die Knie, aber darum wage ich mich jetzt erst recht an die Aufgabe. Feiern Sie jeden noch so kleinen Erfolg, den Sie dabei erleben.

Über die Angst

Angst kann positiv und lästig sein

Wenn wir zu unserer Angst stehen und nicht verkrampft versuchen sie zu verbergen, dann sind wir auf dem Weg, sie zu überwinden. Eine wirksame Methode gegen unsere Ängste ist, nachzudenken, wie wir auf kommende Herausforderungen positiv reagieren können. Wenn wir vorausplanen, sind wir gegen Angstgefühle besser gewappnet. Falsch ist es, die Angsgefühle zu verdrängen oder zu unterdrücken.

Haben nur Feiglinge Angst?

Angst zuzugeben ist ein Zeichen von Stärke. Die Starken wissen, dass Angst zum Leben dazugehört. Man muss sich deshalb nicht schämen, denn die Situationen, in denen man mutig und zuversichtlich ist, überwiegen. Pragmatisch betrachtet ist unsere Angst ein die Sinne schärfender und die Körperkraft aktivierender Schutz- und Überlebensmechanismus

Viele Menschen leiden manchmal, begründet und unbegründet unter ihren Ängsten. Vor einem Vortrag, oder vor einem Besuch bei einem wichtigen Kunden oder vor einem bedeutenden Ereignis. Das ist etwas normales, denn die Angst gehört wie Freude, Lust oder Zorn zu unseren Grundgefühlen.

Ängste haben auch etwas Positives

Nach Aussage des bekannten Angstforschers Prof. Bandelow gehört die Angst als natürliche Funktion zu unserem Leben. Wenn wir keine Angst verspüren könnten, würden wir nicht lange leben. Unsere Ängste steuern uns unbemerkt durch unseren Alltag. Sie haben die Aufgabe, zu verhindern, dass uns etwas passiert.

 

Benjamin Franklin: Seine Grundsätze

Lebensregeln

Der große Benjamin Franklin hat für sein Leben Regeln definiert und konsequent danach gelebt. Einige davon können wir heute und auch in der Zukunft im beruflichen Alltag befolgen:

Unnützes Geschwätz vermeiden

Leider werden Kunden immer noch von geschwätzigen Verkäufern drangsaliert. Auch in Meetings fallen uns Zeitgenossen auf den Wecker, die sich gerne verbal ausbreiten. Frranklin empfiehlt, nur so viel zu reden, wie es uns und den anderen wirklich nützt.

Ordnung halten, keine Zeit verschwenden

Geben Sie jedem Ding seinen Platz und verschwenden Sie keine Zeit zum Suchen. Planen Sie den Zeitbedarf für die Erledigung von Aufgaben realistisch. Vermeiden Sie unnütze Aktivitäten.

Gerechtigkeit

Sagen Sie mutig Ihre Meinung und stehen Sie für Ihre Belange ein. Verletzen Sie aber niemanden. Gehen Sie mit Ihren Kollegen respektvoll und höflich um.

Entschlossenheit

Erledigen Sie die Aufgaben, die erledigt werden müssen. Ganz gleich, ob sie Spass machen oder nicht.

Aufrichtigkeit

Haben Sie den Mut, so zu sprechen, wie Sie denken. Seien Sie authentisch. Befreien Sie sich von hinterlistigen Gedanken und Rachegelüsten, das schaden nur Ihnen selbst!

 

 

Unsere Gedanken bestimmen unsere Zukunft

Resultate sind das Ergebnis unserer Denkgewohnheit

Nichts geschieht zufällig

Auch wenn wir uns einige Ereignisse, mit denen wir konfrontiert werden zunächst nicht erklären können. Irgendwie sind wir für diese Ereignisse selbst verantwortlich, wir wissen nur nicht, durch was sie ausgelöst wurden. Wenn wir also bestimmte Resultate wünschen, müssen wir unsere Art zu denken noch besser im Griff haben.

Die Natur hat uns Gott sei Dank eine Menge an Eigenschaften gegeben, um unsere Gedankenwelt produktiv einzusetzen:

  1. Wir sind fähig, uns unsere Zukunft so vorzustellen, wie wir sie haben wollen. Und das sehr konkret.
  2. Wir sind fähig, die Qualität unserer Gedanken selbst zu bestimmen und zu kontrollieren. Wir können Negatives denken oder Positives. Es ist eine Frage der Selbstdisziplin.
  3. Wir können uns täglich so verhalten, als hätten wir die Fähigkeiten bereits erreicht, nach denen wir streben. Unser Unterbewusstsein wird dann dazu angeregt, uns schnell mit diesen gewünschten Fähigkeiten zu beglücken.

Selbstannahme: Das macht uns stärker

Machen wir uns unabhängiger von dem Feedback der anderen

Wenn wir uns selbst annehmen, hat das einen direkten Einfluss auf unsere Selbstachtung und unser Selbstwertgefühl. Und zwar einen äußerst positiven! Erst durch die Selbstachtung sind wir zur konstruktiver Selbstkritik in der Lage. Wir entwickeln mit einer gesunden Selbstachtung auch den Sinn für mehr Gelassenheit, Humor und Freude am Leben.

Genz wichtig: Erst wenn wir uns selbst akzeptieren und lieben können, sind wir auch fähig, andere zu akzeptieren und zu lieben.

Wenn die Selbstannahme unterentwickelt ist, suchen wir ständig nach Anerkennung und Bestätigung durch andere. Unsere Motivation ist dann stark davon abhängig, was andere von uns denken und welches Feedback wir von außen erhalten. Das ist eine äußerst instabile Situation.

Wir erleben alle tagtäglich, wie schwer sich andere (und wir) tun, ein kostruktives, positives Feedback zu formulieren. Wollen wir davon abhängig sein?

Negative Gedanken verscheuchen

4 Massnahmen gegen negative Gedanken

Um negative Glaubenssätze zu verändern, bedarf es täglicher Übung:

  1. Kontrollieren Sie Ihr Denken, stoppen Sie sofort innere Dialoge wie: „Das kann ich nicht.“ Denken Sie statt dessen: „Wenn es so nicht geht, probiere ich andere Wege aus, bis es geht.“ Dadurch werden Ihnen immer noch einige Dinge misslingen, aber auch viele andere Vorhaben gelingen, die Sie vorher als schwer realisierbar ausgeschlossen haben.
  2. Sehen Sie die Fehler, die Sie machen und noch machen werden, künftig lockerer. Fehler bedeuten, dass es so nicht geht und Sie es anders machen müssen. Das wiederum ist eine positive Erkenntnis, die Ihren Denkprozess ankurbelt und Sie durch austesten anderer Möglichkeiten wieder ein Stück besser macht.
  3. Wagen Sie sich an Unbekanntes. Besondere Fähigkeiten erlangen Sie nur, wenn Sie bereit sind, vieles zu probieren und viele Irrtümer hinzunehmen.
  4. Wichtig ist, dass Sie nie aufgeben und so lange üben, bis die Zahl der Erfolge größer ist, als die Zahl der Irrtümer.

Literatur

Multitasking ist Unsinn

Wir sind keine Maschine

Die Effizienz beim gleichzeitigen Erledigen unterschiedlicher Aufgaben sinkt gravierend im Vergleich zur seriellen Bearbeitung. Das beweisen mittlerweile viele wissenschaftliche Studien. Das Resultat von Multitasking sind Fehler, Unaufmerksamkeit und Stress. Das erklärt, warum die Nutzung des Handys beim Autofahren so gefährlich ist.

Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich auf das, was zu erledigen ist. Sie erledigen immer nur eine Aufgabe und verzetteln sich nicht, indem sie abschweifen oder Ablenkungen zulassen.

Wenn unser PC mehrere Dinge gleichzeitig tun kann, ist das kein Argument dafür, dass wir multitaskingfähig sein müssen.

Wir sind keine Maschine. Fest steht, dass wir keine schwierige und komplexe Aufgabe erledigen können, wenn wir Ablenkungen zulassen (Musik, E-Mails, Anrufe, Fernsehen, Gespräche, Störungen).

Emotionale Intelligenz

Emotional intelligente Menschen haben ein dickes Fell

Einen Zeitgenossen mit hohem EQ wird man kaum beleidigen können. Sein Selbstwertgefühl ist stabil genug, um sich nicht provozieren zu lassen. Er kennt seine Stärken, weil er sich selbst intensiv erforscht.

Zu einem dicken Fell gehört auch die Fähigkeit, nicht jahrelang an alten Konflikten festzuhalten

Denn die Gedanken daran erzeugen immer wieder Stress. Damit schaden wir uns nur, sonst hat es keine sinnvolle Wirkung. Medizinische Studien beweisen seit Jahren, dass dieser negative Stress Einfluss auf Bluthochdruck und Herz – Kreislauf – Erkrankungen hat.

Also lassen Sie los von den alten Konflikten. Vergessen Sie Ihre aufgestauten Revanchegelüste. An der Vergangenheit können Sie ohnehin nichts mehr verändern. Das ist pure Energieverschwendung. Fokussieren Sie sich auf das Hier und Jetzt. Da können Sie noch einiges gestalten und ändern! Es gibt in der Gegenwart genügend zu tun!