Achtsamkeit: Innehalten

Was bringt uns das Innehalten?

Innehalten ist eine sehr hilfreiche Methode für den Stressabbau. Es ist ein wesentliche Bestandteil der Achtsamkeit.

Das bedeutet, dass wir immer wieder inmitten unserer Aktivitäten stoppen. Wir schalten um von Aktivität auf Nichtstun. Wir konzentrieren uns darauf, nur noch unseren Atem zu spüren. Damit kommen wir in hektischen Momenten wieder zur Besinnung und bauen Stress ab.

Wir registrieren unsere Stimmungen und Gefühle. Wir nehmen wahr, welche Signale unser Körper und unser Geist von sich gibt. Wir vermeiden aber, dass diese Emotionen uns dominieren und uns antreiben. Wir lassen los und gewinnen unsere innere Ruhe.

Wenn wir unsere Gelassenheit wieder hergestellt haben, dann arbeiten wir weiter. Wir sind jetzt leistungsfähiger.

Wege zur Achtsamkeit

Wie erreichen wir die Fähigkeit zur Achtsamkeit

Achtsamkeit ist heute eine enorm nützliche Fähigkeit. Sie macht uns gelassener und reduziert spürbar den Stress. Dabei werden wir leistungsfähiger, denn in der Ruhe  liegt die Kraft. Aber die meisten Zeitgenossen leben immer noch im Zeitalter der Hektik. Hyperaktivität, Multitasking und die permanente Sorge um unsere Zukunft dominieren unseren Alltag.

Hören Sie damit auf. Denn das macht Sie nur kaputt. Die Fähigkeit zur Achtsamkeit erlangen wir nicht durch Nichtstun. Sie kommt uns nicht zugeflogen. Vielmehr müssen wir täglich üben, bis wir die wichtigsten Bausteine der Achtsamkeit beherrschen.

Die ersten Schritte zur Achtsamkeit

  1. Heute teilen Sie Ihre Zeit genau ein und arbeiten nur nach dieser Einteilung. Hüpfen Sie in Ihren Aktivitäten nicht hin und her. Lassen Sie sich von Ihrem Tagesplan nicht ablenken. Dadurch arbeiten Sie strukturierter und schneller.
  2. Heute denken Sie nicht an gestern und nicht an morgen. Sie leben einzig allein im Hier und Jetzt! Was gestern war ist vorbei. Daran können Sie nichts mehr ändern. Was morgen sein wird, wissen Sie nicht wirklich. Es können Dinge passieren, die Sie heute noch nicht einmal ahnen. Aber den heutigen Tag mit seinen Herausforderungen haben Sie voll im Griff.
  3. Heute trainieren Sie Ihren Geist, lernen etwas Neues. Fangen Sie an, eine Fremdsprache zu lernen. Das ist immer ein gutes Gehirntraining.
  4. Heute trainieren Sie Ihren Körper. Tägliches Treppensteigen, ein strammer Spaziergang, etwas Muskeltraining. Die täglichen kleinen Einheiten zeigen mittelfristig eine große Wirkung. Das ist zielführender, als sich 2 mal in der Woche zu quälen.
  5. Heute meiden Sie Eile und Unentschlossenheit. Streben Sie innere Ruhe an. Nehmen Sie immer sofort den Fuss vom Gas, wenn Sie merken, dass Sie unruhig werden.
  6. Heute lassen Sie nur konstruktive Gedanken zu. Konstruktiv zu denken macht nicht mehr Mühe, als negativ zu denken.

Wie Achtsamkeit nicht funktioniert

In welchen Situationen sind wir nicht achtsam?

Es gibt mittlerweile genügend Informationen zu dem Thema Achtsamkeit. Es wimmelt von vielen brauchbaren und manchmal auch unbrauchbaren Tipps. Die folgenden 5 Punkte zeigen Ihnen, wie Ihr Bestreben nach Achtsamkeit zerstört wird. Also machen Sie das Gegenteil. Dann sind Sie auf dem richtigen Pfad zur Achtsamkeit.

  1. Wir sind dabei, gewohnheitsmäßig und mit Routine unsere Arbeit ausführen. Die Gefahr der Ablenkung ist hier sehr groß. Wir behandeln die Aufgaben nicht mit der gebotenen Konzentration.
  2. Wir sind an der Lösung einer wichtigen Aufgabe, lassen aber sorgenvolle Gedanken zu. Achtsamkeit bedeutet, dass wir nicht über zukünftige Dinge (ungelegte Eier) und Probleme grübeln, während wir etwas erledigen wollen.
  3. Wir leben immer wieder in der Vergangenheit. Wir denken an vergangene Erlebnisse. Uns über Vergangenes zu ärgern, ist wie Sägemehl sägen.
  4. Wir haben uns angewöhnt, geistesabwesend und mechanisch essen. Einen Genuss dabei erleben wir nicht.
  5. Falsch ist, wenn wir mehrere Aufgaben auf einmal erledigen wollen. Wenn wir uns überlastet fühlen. Ständig abgelenkt werden und Störungen zulassen.

Achtsamkeit muss bewusst erarbeitet werden

Mit diesen 7 Methoden trainieren Sie Ihre Achtsamkeit

Achtsamkeit wird heute als eine sehr wichtige Eigenschaft beurteilt. Durch Achtsamkeit können wir ein besseres Leben führen. Wir können im Beruf noch erfolgreicher werden, ohne uns dabei zu sehr zu stressen. Mit diesen 7 Methoden gelingt Ihnen ein Schritt zu mehr Achtsamkeit.

  1. Spüren Sie bewusst Ihre Atmung.
  2. Alle Gedanken, die uns dabei unaufgefordert zugeflogen kommen, wie mit einem Tennisschläger wegschlagen. Den beruhigen Rhythmus der Atemzüge auskosten. Die Beobachtung unseres Atems stimuliert den Parasympatikus. Dies ist der Part unseres vegetativen Nervensystems, der für die innere Ruhe und Entspannung verantwortlich ist.
  3. Innehalten. Immer wieder inmitten unserer Aktivitäten stoppen. Von Aktivität auf Nichtstun umschalten und nur noch den Atem spüren. Damit kommen Sie in hektischen Momenten wieder zur Besinnung und bauen Stress ab.
  4. Achtsamkeit nach dem Aufwachen. Bleiben Sie nach dem Aufwachen einen Moment liegen. Versuchen Sie jeden Bereich Ihres Körpers zu spüren (Bodyscan). Damit programmieren Sie sich bereits für den Achtsamkeitsmodus des vor Ihnen liegenden Tages.
  5. Hören Sie immer wieder im Laufe des Tages in sich hinein: Was spüren Sie, was bewegt Sie, was ärgert Sie, was erfreut Sie? Wie ist Ihre Körperhaltung, sind Sie locker oder verspannt?
  6. Essen und trinken Sie achtsam! Versuchen Sie, das Essen und Trinken zu geniessen, auch die einfachen Dinge. Vermeiden Sie dabei Ablenkungen. Schmecken, fühlen und riechen Sie bewusst. Essen Sie nicht so nebenher am PC, Smartphone oder Fernseher. Das ist nur eine primitive, freudlose Nahrungsaufnahme.
  7. Üben Sie sich in Dankbarkeit. Das ist ein schnell wirkendes Gegenmittel gegen Wut, Ungeduld, Trauer und Sorge. Dankbarkeit erzeugt Glücksgefühle. Es ist unmöglich, gleichzeitig glücklich und traurig zu sein. Überlegen Sie jeden Tag, wofür Sie dankbar sein könnten.
  8. Erstellen Sie eine Liste der Dankbarkeit. Sie werden angenehm überrascht sein, denn es gibt eine ganze Menge Ereignisse und Ergebnisse, für die Sie dankbar sein können!

Was nehmen wir täglich wahr?

Es passiert mehr, als wir denken

Warum ist das so? Weil wir weniger wahrnehmen. Um uns herum geschieht mehr, von dem wir nichts mit kriegen. Verantwortlich dafür sind wir selbst. Unsere Wohlstandsgesellschaft erzieht uns zu oberflächlichen Konsumgeschöpfen, die in einer reduzierten Wirklichkeit leben.

Was können wir tun?

  1. Trainieren wir uns täglich, Situationen voll auszuleben.
  2. Statt Dinge automatisch abzuspulen, wie das Essen während der Arbeit oder vor dem Fernseher, trainieren wir uns, das, was wir gerade machen, bewusster, mit allen Sinnen zu spüren.
  3. Wir nehmen uns die Zeit, intensiver und bewusster zu riechen. Das betrifft nicht nur das Essen und Trinken, sondern auch unser Umfeld. Den Geruchssinn kann man trainieren.
  4. Wir hören anderen geduldiger und interessierter zu. Wir denken über das nach, was wir gehört haben.
  5. Wir hören Musik intensiver und achten auf die Feinheiten. Wie klingt der Bass? Wie deutlich sind die höheren Oktaven wahrzunehmen? Was können wir im Hintergrund noch hören? Wie ist die Klangreinheit?
  6. Wir schmecken unser Essen konzentrierter. Wir versuchen die volle Aromavielfalt zu entdecken.Dann entdecken wir auch schneller, was für einen Mist wir manchmal vorgesetzt bekommen (Fertiggerichte).

Mit dien 6 Massnahmen bekommen wir automatisch mehr von dem mit, was wir selbst konsumieren und was herum um uns herum passiert. Wir entdecken mit der Zeit, dass viel mehr passiert, „in der Luft liegt“, als wir üblicherweise wahrnehmen.

Wir erweitern unseren Horizont und verbessert die Qualität unserer Entscheidungen. Damit stärken wir unser Selbstvertrauen.

Warum sind Probleme für uns nützlich

Probleme begleiten uns das ganze Leben lang

Das ist auch nicht schlimm. Wir können nicht verhindern, dass wir mit Problemen zu tun haben. Akzeptieren wir das einfach.

Probleme sind wie Lebertran: sie schmecken nicht, sie sind unangenehm und lästig. Probleme halten uns von schönen und bequemen Dingen ab, mit denen wir uns viel lieber beschäftigen würden. Probleme sind aber auch nützlich. Probleme gehören zum Leben, genau so wie die Erfolgserlebnisse. Probleme zwingen uns zu Lösungen. Immer wenn wir ein Problem gelöst haben, ist das Futter für unser Selbstwertgefühl. Wir sind wieder ein kleines Stück besser geworden.

Akzeptieren Sie Ihre Probleme und suchen Sie nach Lösungen. Auf keinen Fall: verdrängen Sie Probleme nicht! Wenn Sie Probleme verdrängen, statt sie zu lösen („es kann nicht sein, was nicht sein darf“), dann werden sie im Untergrund aktiv. Die verdrängten Probleme  wüten in Ihrem Unterbewusstsein und verursachen körperliche und psychische Krankheiten.

Es ist wie ein Naturgesetz: Probleme werden Sie das ganze Leben begleiten. Ist eines gelöst, wird der freie Platz vom nächsten eingenommen.

Die wertvollste Eigenschaft, die Sie bei der Problemlösung erwerben können, ist die Fähigkeit, sich zu zwingen, die Dinge zu tun, die Sie tun müssen. Zu der Zeit, da sie getan werden müssen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht!

Was steuert uns?

Wir werden von unserem Selbstbild und unseren Glaubenssätzen gesteuert

Unsere Glaubesnssätze prägen unsere Meinung über uns selbst. Diese Glaubenssätze haben sich im Laufe unserer Entwicklung gebildet. Zum Teil haben sie sich auch so verfestigt, dass wir sie schwer wieder ändern können. Diese Glaubenssätze prägen unser Selbstbild.

Unsere Glaubenssätze sind entscheidend für das, was wir im Leben erreichen können. Sie sind für unsere Karriere wichtiger als unser I.Q. (Prescott Lecky).

Wir können uns unsere Glaubenssätze wie Filter vorstellen.Durch diese Filter nehmen wir unsere Umwelt wahr. Jeder Mensch baut sich sein eigenes Modell der Welt im Laufe seiner Entwicklung. In diesem Modell nimmt er nur die Dinge wahr, die durch den Filter in sein Bewusstsein gelangen. Das ist ein Nachteil.

Die Menschen agieren alle auf dem Niveau, das ihren Überzeugungen und Glaubenssätzen entspricht. Sie verpassen damit die Chance, das Niveau zu erreichen, das ihren Möglichkeiten gerecht wird.

Negative Glaubenssätze behindern uns: „Ich kann das nicht, schaff das nicht, bin zu schwach, ist zu schwer, zu hässlich“ usw. Wenn Sie das denken, dann schränken Sie die Möglichkeit eines Erfolges ein, oder verhindern ihn.

Je mehr Optionen wir in unser Denken einbeziehen, um so eher können wir Herausforderungen meistern.

Wenn wir nur das tun, was wir immer tun, engen wir uns ein.

Emotionale Intelligenz: Die wichtigsten Punkte

Emotionale Intelligenz – was verstehen wir darunter?

Emotionale Intelligenz hilft im Berufsleben schneller weiter, als fachliche Kompetenz. Denn fachlich kompetent sind auch viele andere Kollegen. Dennoch kommen sie in ihrer beuflichen Entwicklung nicht so recht vorwärts. Im Laufe ihres Berufslebens werden sie als fachlich wertvolle Mitarbeiter respektiert. Für Führungsaufgaben kommen sie selten in Frage. Sie gelten innerbetrieblich als „Fachidioten“.

Was machen denn die Kollegen anders, die beruflich weiterkommen? Die wichtige Führungspositionen einnehmen? Diese Menschen zeichnet eines aus: emotionale Intelligenz.

Diese 6  Eigenschaften können wir bei emotional intelligenten Personen beobachten

  1. Die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Emotional nicht intelligente Menschen warten auf Motivation von aussen. Die kommt selten.
  2. Die Emotionen der anderen zu erkennen. Dadurch sind emotional intelligente Menschen besser in der Lage, Konflikte zu lösen oder Interessen durchzusetzen.
  3. Die eigenen Emotionen richtig zu deuten. Sie versuchen immer zu ergründen, warum sie welches Gefühl haben.
  4. Die Fähigkeit, die eigene Stimmung zu regulieren.
  5. Selbstbeherrschung und Disziplin.
  6. Ein gesundes Selbstvertrauen. Emotional intelligente Menschen kennen ihre Fehler. Aber sie konzentrieren sich konsequent auf ihre Stärken.

Erfolg. Eine Frage der Definition

Grundvoraussetzungen für Erfolg

Zum Erfolg gehört eine klare Zielsetzung. Wenn Sie keine Ziele haben, dann wissen Sie nicht, ob und wann Sie erfolgreich sind. Diese Ziele haben nur dann einen Einfluss auf den Erfolg, wenn sie eindeutig beschrieben sind. Und sie müssen auch klar terminiert sein!

Etwas motiviert uns besonders. Sie sind nicht an dem Tag erfolgreich, an dem Sie Ihr Ziel erreicht haben. Sie sind bereits dann erfolgreich, wenn Sie Ihr Ziel definiert haben und sich in Bewegung gesetzt haben.

Aufgeben sollten wir ein Ziel nur, wenn es sich als unrealistisch herausstellt. Das kann natürlich immer passieren. Realistisch wird ein Ziel, wenn es anspruchsvoll ist, mit Anstrengung zu erreichen, aber erreichbar. Fehlschläge gibt es auf dem Weg zu einem anspruchsvollen Ziel mehr als genug. Ein Versager ist aber nur der, der aufhört, es immer wieder zu versuchen.

Erfolgreiche Menschen tun Dinge, vor denen sich die Erfolglosen drücken. Schulen Sie die Flexibilität Ihres Denkens. Probieren Sie Neues aus, lernen Sie andere Sichtweisen kennen. Sagen Sie sich: Das was getan werden muss, muss ich auch tun. Auch wenn es keinen Spass macht.

Erfolgeiche motivieren sich selbst. Erfolglose warten auf die Motivation vom Chef.

Erfolgreiche Verkäufer kontrollieren täglich ihre Einstellung.

Von Zeit zu Zeit müssen wir uns neu justieren

Überprüfen Sie mal, ob Sie noch auf der richtigen Schiene sind

In der Natur gibt es keinen Stillstand. Entweder geht es vorwärts oder rückwärts. Rückwärts geht es immer, wenn man glaubt, bereits alles zu wissen und zu können.Wenn wir nicht mehr lernbereit und neugierig sind, dann verkümmern wir.

Ohne es rechtzeitig zu merken, übernehmen ungünstige Verhaltenweisen unseren Tagesablauf. Wir gewöhnen uns einen schlampigen Gang an, ohne dass uns jemand darauf aufmerksam macht. Wir neigen immer mehr zu ungesunder Ernährung. Wir gönnen uns mehr Nachsicht bei dem Gebrauch von ungesunden Genussmitteln.

Das alles bringt uns auf die falsche Schiene. Von der müssen wir aber rechtzeitig wieder runterkommen!

Checken Sie bei sich folgende 5 Punkte:

  1. Nehmen Sie die Realität auch immer so wahr, wie sie ist? Oder wie Sie sie gerne hätten?
  2. Werden Sie immer sturer und starrer?
  3. Sind Sie bereit, sich andere Meinungen bis zum Ende anzuhören, auch wenn sie Ihnen total gegen den Strich gehen.
  4. Bilden Sie sich weiter?
  5. Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit die Wirkung Ihrer nonverbalen Kommunikation? Wie Unkraut im Garten, schleichen sich gerade hier immer wieder Unreinheiten ein. Wenn Sie nichts dagegen tun, werden sich Mimik, Gestik, Gang, Körperhaltung mehr negativ entwickeln, als positiv.