Darum sollten Sie als Verkäufer öfter mit dem Entscheider sprechen

Gute Verkäufer sprechen öfter mit dem Entscheider

Gute Verkäufer sprechen öfter mit dem Entscheider, weil Sie den Mut und das Können dazu haben. Durchschnittliche Verkäufer halten sich lieber an die unteren Hierachien. Das ist bequemer und scheinbar einfacher. Allerdings ist das ein Trugschluss. Denn der Kontakt mit dem Entscheider bringt Sie als Verkäufer deutlich schneller zum Ziel. Also ergeuden Sie nicht Ihre teuere Arbeitszeit, indem Sie ausschliesslich mit subalternen Leuten in der Kundenorganisation Gespräche führen. Selbstverständlich haben Sie als Verkäufer Kontakt zu den entsprechenden Fachabteilungen des Kunden. Denn Sie brauchen Verbündete für die Verhandlung mit dem Entscheider.

Suchen Sie den Kontakt zu dem Entscheider

Verlangen Sie den MAN! Denn das ist der wichtigste Entscheider bei Ihren Kunden. Was ist das für eine Person?

M = Verfügt über die Mittel. Er/sie entscheidet, für welche Massnahmen Geld investiert wird.

A = Besitzt die Autorität. Er/sie hat die Befugnis und die Macht, eine Entscheidung durchzusetzen.

N = Erkennt die Notwendigkeit einer Entscheidung. Der Nutzen für die Entscheidung wird akzeptiert und gewollt.

Ein guter Verkäufer kennt seinen Stellenwert

Als ich mit US-Verkäufern in ihren Gebieten unterwegs war, war ich beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit nach dem Chef verlangt wurde. Denn der „Salesman“ ist dort ein gleichwertiger Partner eines Geschäftsführers. Ein guter Verkäufer ist stolz auf seinen Beruf. Warum tummeln sich Deutschlands Verkäufer in den niederen Hierarchieebenen? Weil sie Angst haben! Sie fühlen sich selbst als zu „niedrig“, um mit dem Entscheider zu sprechen.

Was sind die Gründe? Traditionell hat der Verkäuferberuf in Deutschland immer noch nicht den Stellenwert, der ihm zusteht: „Drücker, Vertreter, Hausierer“. Es gibt mehr abwertende Bezeichnungen für Verkäufer, als aufwertende. Dass gute Verkäufer heute ein Vielfaches von dem verdienen, was Otto Normalverbraucher monatlich überwiesen bekommt, wird gerne verdrängt.

Verkaufsprofis wenden die Reziprozitätsregel intuitiv an

Welchen Gefallen können Sie Ihrem Kunden tun?

Ein Überzeugungsprofi im Verkauf erweist dem Kunden viele kleine Gefälligkeiten, bevor er etwas fordert. Dadurch investiert er konsequent in Vorleistungen. Das macht er nicht selbstlos. Denn er nutzt im Verkaufsprozess das Gesetz der Reziprozität.

Reziprozität: schwer auszusprechen, aber leicht anzuwenden. Das Gesetz der Reziprozität besagt, dass wir uns automatisch verpflichtet fühlen, anderen zurückzugeben, was wir von ihnen bekommen haben. Wenn Sie jemand privat zu einem Abendessen einlädt und fürstlich bewirtet, möchten Sie sich revanchieren. Sie sprechen eine Gegeneinladung aus.

Jemand erweist Ihnen einen Gefallen, Sie wollen sich revanchieren und streben danach, ihm so schnell wie möglich ebenfalls einen Gefallen zu tun. Solange Ihnen das nicht gelungen ist, fühlen Sie sich als „in seiner Schuld stehend“. Es ist nicht nur der gute Mensch in Ihnen, der Sie zu diesem Verhalten animiert.

Es ist die nackte Tatsache, dass es in unserem Unterbewusstsein Unlustgefühle produziert, solange wir jemanden etwas schulden. Wir fühlen uns wohler, wenn das Konto ausgeglichen ist. Verkaufsprofis wenden die Reziprozitätsregel fast schon intuitiv an, indem sie dem Kunden das Gefühl geben, sich engagierter als andere für seine Belange einzusetzen.

Suchen Sie permanent nach Gelegenheiten, wie Sie Ihrem Kunden einen Gefallen tun können

Während der Durchschnittsverkäufer sein Angebot per E-Mail oder mit der Post verschickt, macht der Profi eine Angebotspräsentation vor Ort. Er investiert viel Zeit und Elan in diese Aufgabe. Aber was wirkt in den Augen des Kunden wertvoller? Wen lässt der Kunde leichter abblitzen?

Finden Sie als guter Verkäufer heraus, was Ihrem Kunden dieTagesarbeit erleichtern kann. Damit bieten Sie ihm einen großen Gefallen. Versorgen Sie ihn mit wichtigen, originellen Informationen zur besseren Bewältigung seines Arbeitsprogramms. Dadurch helfen Sie ihm, sich intern ein noch besseres Ansehen zu verschaffen.

Auch die private Situation Ihres Kunden muss in Ihre Verkaufsstrategie eingebaut sein. Interessiert sich Ihr Kunde z. B. für die Werke eines bestimmten Malers und Sie haben erfahren, dass eine Ausstellung geplant ist. Bestimmt wird der Kunde diese Information schätzen.

Kreative Verkäufer sind erfolgreicher

Kreativität und Durchhaltevermögen bringen Erfolg im Vertrieb

Kreativität alleine macht Sie nicht erfolgreicher, sie ist nur ein Baustein auf dem Weg zum Vertriebserfolg. „Genie ist Ausdauer“ stellte bereits der geniale erfinder Thomas Edison fest. Es gibt in der Wirtschaft, vor allem in den Start Ups genügend kreative Versager. Mit ihren tollen Ideen bleiben nach den ersten 2 Jahren auf der Strecke. Erst in der Kombination mit Fleiß, Durchhaltementalität und Umsetzungsvermögen bringt Kreativität den erwünschten Schub im Vertrieb. Edison machte die Erfahrung: Innovation resultiert aus 15% Intuition und 85% Transpiration.

Wenn Sie einem Vorhaben, einem Ziel treu bleiben wollen, müssen Sie immer offen sein für Gelegenheiten und Chancen. Denn sie ergeben sich oft unerwartet und leider oft unerkannt. Darum schärfen Sie Ihre Wahrnehmung für diese Chancen. Prüfen Sie Ereignisse danach, ob darin etwas versteckt ist, dass Ihnen bei Ihrem Vorhaben weiterhilft. Eine Reklamation bei einem Kunden zum Beispiel, bei dem sonst alles in ruhigen Bahnen läuft, könnte eine Gelegenheit sein, die Kundenbindung zu aktivieren, neu zu strukturieren.

Es lauern bei Ihrer Zielverfolgung natürlich auch einige Hindernisse darauf, Sie von Ihrem Weg abzubringen. Auch bei bester Vorbereitung! Zu diesen Hindernissen gehören auch Selbstzweifel, unter denen gerade überragende Persönlichkeiten leiden. Selbstzweifel beschleichen uns gerne nach Rückschlägen oder in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 5 Uhr.

Durchschnittsleute haben damit weniger Probleme, sie leben im Zustand des dumpfen Selbstvertrauens. Denn sie sind zufrieden mit ihrer Durchschnittsleistung. Nur Dummköpfe sind frei von Selbstzweifeln.

Verdammen Sie Ihre Selbstzweifel nicht. Denn sie dienen dazu, dass Sie Ihre Strategien und Fertigkeiten immer wieder verbessern, um nicht in Selbstzufriedenheit zu erstarren.

Der Weg zum Erfolg ist nicht bequem

Was Sie als erstes tun müssen ist, alle Gründe und Argumente, warum Ihr Vorhaben scheitern könnte, aus Ihrem Denken zu verbannen. Leider fällt es Ihnen leichter, sich vorzustellen, warum ein Ziel nicht erreicht werden kann. Auch die gut gemeinten Ratschläge Ihrer Mitmenschen erschöpfen sich eher in der Aufzählung von Risiken.

Machen Sie sich davon frei! Seien Sie mutig. Konzentrieren Sie Ihr Denken auf die positiven Aspekte.  Stellen Sie sich immer wieder den Nutzen vor, den Ihnen Ihre Zielerreichung bieten wird. Dadurch erhalten Sie die Kraft, Ihr Ziel auch gegen alle Widrigkeiten zu erreichen

Vertriebsprozess optimieren

Innendienst und der Service werden immer wichtiger für den Vertriebsprozesses

Erfolgreiches Verkaufen erfordert heute noch mehr Zusammenarbeit. Erfolgreiches Verkaufen funktioniert nur in der Zusammenarbeit zwischen Innendienst, Verkaufsaußendienst und Service. Und das heute deutlich erfolgsentscheidender als in den letzten Jahren. Um in dieser Zeit im Verdrängungsmarkt zu bestehen, gilt es, alle verfügbaren Ressourcen zu aktivieren. Denn nur so können Anbieter gewinnbringend im schwierigen Marktumfeld.

Aber wie wird diese Erkenntnis in der Praxis umgesetzt? Leider noch sehr zögerlich. Wissen Sie als Verkäufer eigentlich, welche Kontakte und persönliche Bindungen Ihr Kollege aus dem Service oder aus dem Innendienst im Markt hat? Warum wird das nicht vertrieblich genutzt?

Was spricht dagegen, wenn der Servicetechniker (oder Supportmann/frau) bestimmte Produkte und Dienstleistungen mitverkauft?

Keativität und die Bereitschaft Neues und Unbequemes auszuprobieren, ist vor allem in der Phase der Sättigung eine  wirksame Methode. Denn durch andere, neue Aktivitäten können Anbieter wieder Mut gewinnen. Damit kommen sie wieder wieder auf Erfolgskurs.

Fazit

Der Markt muss gemeinsam, von verschiedenen Seiten und mit unterschiedlichen Varianten angegangen werden. Innendienst, Service und Außendienst müssen in Zukunft noch abgestimmter im Markt agieren. Das jahrelang gehegte Abteilungsdenken gehört in die Tonne!

„Sie“-Argumente sind erfolgreicher

Überzeugen Sie mit der „Sie“-Argumentation im Verkaufsgespräch

Warum ist die „Sie“-Argumentation im Verkaufsgespräch erfolgreicher, als der übliche Weg? Weil der Kunde (wie wir alle) zu allererst an sich denkt. Ihn interessiert am meisten, welcher Nutzen eines Verkaufargument sich für ihn erschliesst. Nur der vom Kunden erkannte und akzeptierte Nutzen, löst bei ihm den Kaufsimpuls aus. Darum interessiert den Kunden nicht so sehr, was Sie ihm mit Ihren Verkaufsargumenten bieten, sondern was ihm das im praktischen Alltag bringt.

  • „Wir bieten Ihnen eine höhere Genauigkeit.“ Das ist zwar schön für Sie, aber nichtunbedingt für den Kunden so interessant. Besser ist: „Sie erzielen eine höhere Genauigkeit.“
  • „Wir bieten Ihnen einen Hotline-Support von 7 bis 22 Uhr.“Besser ist: „Sie erreichen uns von 7 bis 24 Uhr“.

 

Formulieren Sie Ihre Verkaufsargumente immer in  kurzen Sätzen

Damit versteht der Kunde Ihre Argumente noch besser. Bandwurmsätze wirken ermüdend und produzieren Informationsverlust. Sagen Sie darum klar und gegliedert, was Sie dem Kunden mitteilen wollen. Kommen Sie schneller auf den Punkt, denn Zuhörer sind meist ungeduldig. Beachten Sie in Ihrer Argumentation, dass auch beim aufmerksamen Zuhören, der Zuhörer alle 20 Sekunden eine kurze Denkpause hat.