Im Sitzen haben Sie eine andere Körpersprache, als im Stehen

Harmonie in Sprache und Körpersprache

Einige Absolventen eines Rhetorikkurses glauben, dass das, was sie über Körpersprache gelernt haben, universell anwendbar ist. Das stimmt nicht! Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Sie im Stehen oder Sitzen kommunizieren. Was körpersprachlich im Stehen vorteilhaft wirkt, empfindet der Kommunikationspartner im Gespräch am Tisch eher verwirrend.

Im Sitzen haben Sie eine andere Körpersprache, als im Stehen. Es ist peinlich, wenn Sie im Sitzen eine ähnliche Gestik machen, wie bei einem Vortrag. Dadurch könnte sich der Gesprächspartner bedrängt oder fast bedroht fühlen.

So ist Ihre Köpersprache im Sitzen richtig:

  1. Ihr  Oberkörper ist aufrecht. Sie sind leicht nach vorne geneigt. Das ist die Haltung eines aufmerksamen und kontrollierten Sprechers. Ausserden wirkt diese Haltung kraftvoll.
  2. Die Hände gehören auf dem Tisch. Versteckte Hände signalisieren Unehrlichkeit (etwas verstecken) oder Unsicherheit.
  3. Sie spielen nicht mit Gegenständen (Stift). Damit zeigen Sie nur Ihre Nervosität.
  4. Im Gegensatz zu einer Präsentation im Stehen ist Ihre Gestik im Sitzen sparsam.
  5. Unterlassen Sie ruckartigen Bewegungen. Das ist ein Zeichen von Unsicherheit und wirkt irritirend (wirr).
  6. Vermeiden Sie eine seitliche Position gegenüber dem Kunden. Auch wenn es Ihnen bequem erscheint. Der Kommunikationspartner kann das als fehlende Wertschätzung oder Überheblichkeit werten
    (kalte Schulter zeigen).
  7. Nicht nur in den Zeiten der Coronapandemie, lassen Sie Ihre Hände aus dem Gesicht. Das zeugt nicht von Souveränität. Der Kommunikationspartner könnte das so deuten, dass Sie selbst nicht davon überzeugt sind, von dem, was Sie sagen.