Du-Botschaften sind gefährlich

Du-Botschaften fördern Missverständnisse

Wenn Sie dieses Prinzip verstanden haben, werden Sie erstaunt sein, wie oft Menschen miteinander in Du-Botschaften kommunizieren („Was hast Du da wieder gemacht ……!“) und dabei zwangsläufig Verständnisprobleme und Kampfsituationen produzieren. Der Sender greift an („Sie geben Ihre Berichte immer zu spät ab!“) und der Empfänger verteidigt sich mit Rechtfertigungen („Das stimmt so aber nicht! Das sehen Sie falsch …“). Diese Art der Kommunikation ist sehr verbreitet und findet sowohl im privaten Bereich als auch im Berufsalltag statt.

Beispiel aus dem Berufsalltag:

  • Ein Verkäufer kommt zu seinem Verkaufsleiter, um über ein bestimmtes Problem, das für ihn dringend ist und belastend ist, zu reden. Der Verkaufsleiter hat den ganzen Tag in einem anstrengenden Meeting gesessen und versucht noch kurz vor Feierabend die wichtigsten Dinge, die auf seinem Schreibtisch gelandet sind, zu selektieren. Er fühlt sich ausgelaugt, gereizt und nicht mehr so recht aufnahmefähig. Er sehnt sich nach dem Feierabend.

  • Das für den Mitarbeiter dringende Problem kann realistisch in dieser Atmosphäre nicht konstruktiv besprochen und gelöst werden. Am nächsten Tag, wenn der Vorgesetzte wieder fit ist und sich auch die Zeit für den Mitarbeiter nimmt, sind dagegen die Voraussetzung wesentlich günstiger.

  • Statt aber dem Mitarbeiter vorzuschlagen, das Problem gleich am nächsten Tag gemeinsam anzupacken, sendet der gestresste Verkaufsleiter eine Du-Botschaft: „Ach Herr Schulze, was haben Sie den jetzt schon wieder?“

  • Der Verkäufer interpretiert diese Botschaft so: „Ich störe meine Vorgesetzten. Er interessiert sich nicht für meine Person. Er interessiert sich nicht für meine Probleme. Er legt keinen Wert auf meine Meinung. Er nimmt mich nicht ernst.“

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