Präsentationstechnik: Die wichtigsten Regeln

  • In der Mimik und Körperbewegung des Menschen spiegelt sich sein innerer Zustand wieder. Hans Fischer Seminare, Präsentation
  • Die unbewussten Signale des Körpers sind ehrlicher, als die gesprochenen Worte.
  • 90% des ersten Eindrucks von einem Menschen werden bestimmt von: Körperhaltung, Kleidung, Gesichtsausdruck, Gestik und Mimik, Stimmlage.
  • Jeder ist in der Lage, die Körpersprache der Mitmenschen zu deuten.
  • Wenn wir unsicher sind, verspannen sich einige Körperteile.
  • Achten Sie darauf, beim Gehen und Stehen eine aufrechte, Körperhaltung zu pflegen. Selbstbewusste Redner stehen zu ihrer Sprachfärbung. Die gehört zu Ihrem persönlichen Unterscheidungsmerkmal.
  • Damit Sie trotzt Sprachfärbung immer einwandfrei verstanden werden, legen Sie großen Wert auf Ihre Artikulation.
  • Vermeiden Sie Müllworte.
  • Die Akzeptanz des Referenten bei seinem Publikum hängt primär davon ab, wie ehrlich seine Körpersprache empfunden wird.
  • Die 3 Ebenen der Gestik.
  • „Wie etwas wirklich gemeint ist, lässt sich nur am Ton feststellen.“ Udo Nix
  • Der Ton unserer Stimme wird vom Unterbewusstsein der Zuhörer aufgenommen, löst dort Assoziazionen aus und hat drei mal so viel Wirkung wie der sprachliche Inhalt.
  • „Trete fest auf, mach das Maul auf und hör bald auf!“
  • Entdecken Sie Ihre ideale Tonlage. Finden Sie heraus, in welcher Tonlage Ihre Stimme am kräftigsten und angenehmsten klingt.
  • Der optimale Klang entsteht aus dem Entspannungszustand.
  • Über Ihre Stimme offenbaren Sie sich Ihren Zuhörern, weil sie etwas über Ihren inneren Zustand aussagt.
  • Es gibt viele Gelegenheiten, an denen sie diese Stimmpflege ausführen können. Nutzen Sie die.
  • Nichts ist eintöniger und einschläfernder, als ein Referent, der durchgehend in einer monotonen Tonart vor sich hin brabbelt.
  • Setzen Sie Ihre Stimme am Anfang Ihrer Rede tiefer an, gehen Sie in der Stimmlage von unten nach oben.

Präsentationstechnik: Wirkung der Pause

Keine Angst vor Pausen

Wie bereits beschrieben: Pausen bringen mehr Spannung und Leben in die Präsentation rein. Machen Sie zum Beispiel eine kurze Pause, bevor Sie etwas Bedeutendes sagen. Das nennt man eine Spannungspause. Machen Sie eine Pause, um einer wichtigen Aussage zusätzlich Nachdruck zu geben. Das ist eine Wirkungspause. Machen Sie auch eine Pause, wenn Sie eine rhetorische Frage formulieren.

Pausen lassen Sie stark aussehen, denn unsichere Referenten reden ohne Pausen.

So, als wollten sie diese für sie unangenehme Situation schnell hinter sich bringen. Unsichere Referenten haben auch Angst vor dem Moment der Stille, der eine zusätzliche Spannung erzeugt.

Eine gekonnte Pausentechnik erleichtert Ihnen auch die richtige Atmung. In der Pause können Sie tief durchatmen und genügend Sauerstoff tanken. Dann kann Ihnen auch bei längeren Passagen nicht die Luft ausgehen.

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Mitreißend und überzeugend präsentieren

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Präsentationstechnik: Das macht Ihre Aussage verständlicher

Das macht Ihre Präsentation verständlicher

In der Kürze liegt die Würze

Trainieren Sie, kurze Sätze bilden. Es wird problematisch für den Zuhörer, wenn der gesprochene Satz länger ist als 12 Worte. Nur 1 wichtiges Argument sollte idealerweise in einem Satz enthalten sein. Mehr bedeutet, dass Informationen verloren gehen können.

Das menschliche Gehirn ist nicht ständig auf Aufmerksamkeit geschaltet. Selbst wenn das Thema die Zuhörer sehr interessiert.

Wie der Wimpernschlag beim Sehen, braucht unsere Aufnahmefähigkeit regelmäßig eine kurze Pause. Diese Pause brauchen wir alle 20 Sekunden (20-Sekunden-Takt) Diesen Takt berücksichtigt der gute Präsentator durch kurze Sprechpausen, in denen er das Gesagte bei den Zuhörern sacken lässt. Und er konzentriert sich darauf, seine Sätze kurz und kompakt zu formulieren.

Beispiele aus dem Leben

Eine wunderbare und unterhaltsame Methode in einer Präsentation ist, Beispiele zu erzählen. Diese Beispiele (oder Geschichten) kommen idealerweise aus der täglichen Praxis der Zuhörer. Sie können sofort etwas damit anfangen. Beschreiben Sie, was Sie bei Ihren Beobachtungen erlebt haben.

Formulieren Sie das Beispiel so, dass kein Besserwisser Sie attackiert: „Aber so ist es bei uns noch nie gewesen.“ Vermeiden Sie Suggestivfragen: „Das hat bestimmt schon jeder mal erlebt…“ Das könnte Widerstand wecken.

Wiederholen Sie wichtige Aussagen

Bestimmte Aussagen, die aus Ihrer Sicht unbedingt bei den Zuhörern haften bleiben sollen, wiederholen Sie . Es gibt zwei Möglichkeiten: Die Aussage wortwörtlich zu wiederholen, oder mit einer veränderten Formulierung.

  • „Die Ausgabegeschwindigkeit erhöht sich dadurch um 25%. Diese um 25% höhere Ausgabengeschwindigkeit bringt Ihnen einen Produktivitätsschub.“
  • „Die Ausgabegeschwindigkeit erhöht sich dadurch um 25%. Der um ein Viertel höhere Output macht Ihre Produktion leistungsfähiger.“

Deutliche Artikulation

Achten Sie darauf, dass Sie keine Endungen verschlucken.

Das macht Ihre Sprache auch für alle verständlicher, wenn Sie eine Dialektfärbung haben. Generell gilt: lieber langsamer als zu schnell sprechen. Dann stimmt es auch mit Ihrer Artikulation. Sichere Menschen sprechen langsamer. Schnelles Reden kann als Unsicherheit und Fluchtreaktion interpretiert werden.

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Präsentationstechnik: Modulation und Tempowechsel

Modulation und Tempowechsel in der Sprache

Monotonie reduziert die Wahrnehmung

Nichts ist eintöniger und einschläfernder, als ein Referent, der durchgehend in einer monotonen Tonart vor sich hin brabbelt. Er wechselt nicht das Tempo, erhöht und senkt auch nicht seine Stimme. Auch wenn der Inhalt seiner Präsentation von hoher Qualität ist, kann er damit rechnen, dass ein Großteil seiner Botschaft an den Zuhörern vorbeischleicht. Seine Präsentation wird als trocken und wenig informativ beurteilt werden.

Das bringt Leben in Ihre Präsentationen

Es gibt einige Feinheit zu beachten, damit die Präsentation lebhaft wirkt. Setzen Sie Ihre Stimme am Anfang Ihrer Rede tiefer an, gehen Sie in der Stimmlage von unten nach oben. Das wirkt souveräner, als von oben nach unten.

Atmen Sie aus, bevor Sie anfangen zu sprechen. Normalerweise dauert das Einatmen genauso lange wie das Ausatmen. Beim Sprechen ist das nicht förderlich. Hier verkürzen wir die Einatmungsphase und verlängern das Ausatmen. Das Verhältnis zwischen Einatmen und Ausatmen beträgt 1 zu 6.

Variieren Sie Ihre Lautstärke, sprechen Sie bei bestimmten Passagen, bei denen Sie besondere Aufmerksamkeit wünschen, leiser. Jetzt werden die Zuhörer gespannter und konzentriert zuhören. Werden Sie auch mal lauter, wenn Sie ein wichtiges Argument formulieren oder eine besondere Situation schildern.

Senken Sie das Sprechtempo, auch wieder um besondere Aufmerksamkeit einzufordern und erhöhen Sie es, um Aussagen zu unterstreichen.

Die Übungen im Kapitel 14.1. trainieren Ihre Fähigkeit zur Modulation und Betonung.Hans Fischer Seminare, Präsentation

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Präsentationstechnik: Müllworte vermeiden

Vermeiden Sie Müllworte

Im Laufe unserer sprachlichen Entwicklung, integrieren wir auch etliche Worte in unseren Sprachschatz, die hier nichts verloren haben. Dazu gehören nicht nur die berüchtigten Füllworte („ähm), sondern der Gebrauch von zu vielen Konjunktiven:

„Ich würde mal sagen . .“ Sagen Sie es doch geradeheraus.

„Ich könnte Ihnen vorschlagen, dass ….Besser ist: “ Ich schlage Ihnen vor..“

Weitere Müllworte sind:

  • „Eigentlich ist die Maschine sehr zuverlässig.“ Eigentlich macht das Zuverlässig wieder kaputt.
  • „Man sollt mal darüber nachdenken …“ Sehr unkonkret. Wer ist man?
  • „An und für sich.“ Wie geht das denn?
  • „Ich denke, dass diese Situation …“ Unnötig, denn wenn Sie nicht denken, dann können Sie auch nicht sprechen.
  • „Kann ich Ihnen helfen?“ Die klassische Selbstmorderöffnung bei der Ansprache eines Messebesuchers. Wenn Ihnen als Kunde so etwas passiert, dann kontern Sie: „Ja, können Sie mir 20 € schenken?“
  • „So zu sagen.“ Wie zu sagen?
  • „Gewissermaßen.“ ?

Präsentationstechnik: Sprachkultur

Dialekt, Fluch oder Segen?

Automatisch denken viele Menschen bei diesem Begriff: „Oh weh, ich muss meinen Dialekt besser in den Griff kriegen und Hochdeutsch reden.“ Vergessen Sie das. Ihren Dialekt werden Sie nur schwer los. Norddeutsche haben hier noch die besten Chancen. Ein Bayer, Schwabe oder Sachse wird bei dieser Bemühung eher verzweifeln. Aber ist das denn so wichtig?

Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an.“ Christian Morgenstern

Selbstbewusste Redner stehen zu ihrer Sprachfärbung. Die gehört zu Ihrem persönlichen Unterscheidungsmerkmal. Nichts wirkt unglaubwürdiger, als wenn jemand versucht, krampfhaft seinen Dialekt zu unterdrücken. Natürlich müssen Sie damit leben, dass die Menschen unterschiedliche Vorlieben beim Hören von Dialekten haben. Der eine hört gerne Bayrisch, weil er dann instinktiv an Urlaub in den Bergen denkt. Der andere hasst diesen Dialekt, weil er negative Erfahrungen mit Land und Leuten gemacht hat.

Damit Sie trotzt Sprachfärbung immer einwandfrei verstanden werden, legen Sie großen Wert auf Ihre Artikulation. Das gelingt Ihnen am besten, wenn Sie sich angewöhnen, die letzten zwei Silben eines Wortes nicht zu verschlucken, sondern klar auszusprechen.

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Präsentationstechnik: Die richtige Tonlage und Lautstärke finden

Wie etwas wirklich gemeint ist, lässt sich nur am Ton feststellen.“ Udo Nix

Der Hauptnutzen des gesprochen Wortes

Wir könnten uns fragen, warum sprechen wir überhaupt zu den Menschen? Es wäre doch viel inhaltsreicher, wenn wir schriftlich kommunizieren würden. Der Hauptnutzen des gesprochenen Wortes ist aber, dass mit dem gesprochenen Wort unsere persönliche Note und unsere Seele für den Zuhörer erlebbar wird.

Der Ton unserer Stimme wird vom Unterbewusstsein der Zuhörer aufgenommen, löst dort Assoziazionen aus und hat drei mal so viel Wirkung wie der sprachliche Inhalt. Die Qualität des Tones resultiert aus 3 Faktoren: Melodie, Tempo und Lautstärke.

Sie erleben es selbst permanent, dass zwei Menschen inhaltlich das Gleiche sagen, Sie aber dem einen mehr glauben, als dem anderen. Er wirkt wohl in der Gesamtdarstellung überzeugender, vor allem auch im Klang seiner Stimme.

Wenn man die Stimme eines Menschen hört, so weiß man die Beschaffenheit seiner Seelenkraft.“ Dshou

Wir hören auch Menschen lieber zu, die eine angenehme Stimme haben. Für uns bedeutet diese Erkenntnis, dass wir vor allem in unserer Präsentation darauf achten: Inhalt und Gestik sind kongruent. Die Tonlage passt zum Thema.

Machen Sie nicht den oft gemachten Fehler, indem Sie zu getragen klingen wollen. Das wirkt antiquiert und passt auch nicht zu den meisten Menschen. Sprechen Sie zwar klar und deutlich, aber in einer Tonart, als würden Sie Ihre Zuhörer zu einer Party einladen wollen.

Trete fest auf, mach das Maul auf und hör bald auf!“

Diesen Rat von Martin Luther, auf den Punkt gebracht, können wir bei jeder unserer Präsentation umsetzen. Stehen Sie mit beiden Füßen fest auf dem Boden. So, dass niemand Sie umschubsen kann. Ein sicherer Stand sendet auch körpersprachlich das eindeutige Signal aus: „Ich fühle mich sicher.“ Unsichere Referenten belasten gerne ein Bein mehr als das andere oder tippeln unruhig auf der Stelle. Ganz schlimm ist auch das Wippen auf der Stelle.

Sprechen Sie deutlich, indem Sie bewusst die Endungen der Worte nicht verschlucken. Sprechen Sie in der Lautstärke, dass auch der in der Zuhörer in der letzten Reihe Sie deutlich hört. Fragen Sie ruhig, ob man Sie ganz hinten auch gut hören kann. Durch eine angemessene Lautstärke vermitteln Sie Selbstsicherheit. Sollten Sie aber zu laut sein, kann das bei den Zuhörern zu Abwehrreaktionen führen.

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Welche Gestik passt zu Ihrem Typ?

„Um Erfolg zu haben, ist es nicht unbedingt notwendig, von allen Menschen in gleicher Weise anerkannt zu werden.“ Udo Nix

Ihre Gestik ist Ihr individuelles Markenzeichen.

Die Akzeptanz des Referenten bei seinem Publikum hängt primär davon ab, wie ehrlich seine Körpersprache empfunden wird. Sie muss immer kongruent mit Ihrer Persönlichkeit sein. Hüten Sie sich davor, mit einstudierten Gesten zu arbeiten. Das klappt vielleicht bei einem versierten Schauspieler, aber bei den meisten Zeitgenossen ist das der sicherste Weg, Glaubwürdigkeit zu verlieren. Natürliche Gesten erfolgen spontan. Dann, wenn Sie am wenigsten an Ihre Hände denken, machen die oft das richtige. Sie müssen es nur zulassen.

  • Wenn Sie ein lebhafter Typ sind, dann ist es vorteilhaft, Ihre lebendige Sprache mit lebendigen Gesten zu unterstützen. Achten Sie aber darauf, möglichst keine sprunghaften und ruckhaften Gesten zu machen.
  • Sind Sie ein ruhiger, pragmatischer Mensch, dann wirken auch ruhige und sparsame Gesten am besten.
  • Für beide Typen gilt, darauf zu achten, dass die Gestik offen wirkt. Das bedeutet: Ellenbogen weg vom Körper und die Bewegung hin zum Zuhörer. Die Arme sind locker, aber in den Händen halten Sie die Spannung.

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Präsentationstechnik: Wirksame Formulierungen

Vermeiden Sie Müllworte

Im Laufe unserer sprachlichen Entwicklung, integrieren wir auch etliche Worte in unseren Sprachschatz, die hier nichts verloren haben. Dazu gehören nicht nur die berüchtigten Füllworte („ähm), sondern der Gebrauch von zu vielen Konjunktiven:

„Ich würde mal sagen …..“ Sagen Sie es doch geradeheraus.

„Ich könnte Ihnen vorschlagen, dass ….“ Besser ist: “ Ich schlage Ihnen vor..“

Weitere Müllworte sind:

  • „Eigentlich ist die Maschine sehr zuverlässig.“ Eigentlich macht das Zuverlässig wieder kaputt.
  • „Man sollt mal darüber nachdenken …“ Sehr unkonkret. Wer ist man?
  • „An und für sich.“ Wie geht das denn?
  • „Ich denke, dass diese Situation …“ Unnötig, denn wenn Sie nicht denken, dann können Sie auch nicht sprechen.
  • „Kann ich Ihnen helfen?“ Die klassische Selbstmorderöffnung bei der Ansprache eines Messebesuchers. Wenn Ihnen als Kunde so etwas passiert, dann kontern Sie: „Ja, können Sie mir 20 € schenken?“
  • „So zu sagen.“ Wie zu sagen?
  • „Gewissermaßen.“ ?

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