Wie wichtig ist „Stallgeruch“ für den neuen Manager?

Fromme Wünsche

Unter Stallgeruch verstehe ich, dass der neue Verkaufsleiter jahrelange, gewachsene Erfahrungen aus der Branche, in der er künftig ein Team führen soll,  mitbringt. Weiterhinbuchvl verfügt er auch noch über Erfahrungen aus Unternehmen, die der Unternehmensgröße und Struktur seines neuen Arbeitgebers gleichen (Konzern oder Mittelstand). Als Abrundung des Ganzen bringt er auch noch einige Kunden mit. Wenn das der Fall ist und diesen Menschen auch noch eine hohe persönliche Kompetenz auszeichnet, dann ist dies für den Arbeitgeber eine perfekte Sache.

Die Erfahrung im Arbeitsleben zeigt uns aber, dass es diese perfekten Situationen sehr selten gibt. Sie existieren allenfalls in den Wunschvorstellungen einiger Personalleiter, die je nach Unternehmensstruktur mehr oder weniger Bodenhaftung und Erfahrung in Vertriebsbelangen haben. Irgend etwas fehlt immer in der Realität.

Die pragmatischen Kollegen unter den Personalleitern sind eher im Mittelstand anzutreffen. Die machen sich nichts vor, denn sie wissen ganz genau, dass jeder Kandidat in einigen Bereichen seiner Qualifikation irgend etwas mitbringt, was gerade nicht passt. Mal hat der neue Manager eine solide Branchenerfahrung mit profundem Fachwissen, ist aber von der Persönlichkeit her eher statisch und nicht sehr offen für Neues. Dann wieder glänzt der Neue mit einer beeindruckenden Persönlichkeit, hoher Weiterbildungsbereitschaft und emotionaler Intelligenz, hat aber von der Branche wenig bis keine Ahnung. Er kennt nicht ihre Eigenheiten, Fallen und Tücken.

 

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